burg ehrenfels
Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Cafe/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Die Ruine ist verschlossen und nicht zugänglich

Lage: Burg Ehrenfels liegt auf der rechten Rheinseite kurz hinter Rüdes- heim
Anfahrt: man parkt in Rüdesheim und läuft ca 3 km durch die Weinberge

Ja, diese Burg ist nicht eben mal so zu besuchen. Der asphaltierte Weg
geht nicht sehr steil bergauf, so dass man zügig vorankommt, aber trotz meiner langen Beine habe ich eine knappe halbe Stunde gebraucht.
Lohnt sich das?
An 364 Tagen im Jahr (ich weiss, 2004 ist ein Schaltjahr. Also: in Schalt- jahren an 365 Tagen im Jahr) eher nicht, ausser man läuft sowieso durch die Weinberge. Am zweiten Wochenende im September jedoch ist europa- weit „Tag des offenen Denkmals“, und an diesem auch die Ruine Ehrenfels geöffnet.
Verschiedene Essen- und Trinkenstände, ein paar freilaufende Hühner und das Personal in mittelalterlicher Gewandung. Nicht sehr spektakulär, die Wirkung, wenn man die Ruine betritt, ist trotzdem erst mal überzeugend.
Wuselndes Treiben, quiekende Stimmen, viele Menschen, das alles fängt sich in der Ruine, und ehe man Details wahrnimmt und seine Eindrücke sortiert, fühlt man sich für einen Moment in einer anderen Zeit. Schöner Effekt.

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burg ehrenfels





burg ehrenfels
Über eine freischwebende moderne Eisentreppe (wahrscheinlich ist es eher Stahl oder Aluminium - egal), von der man einen coolen Blick auf die Sze- ne unter einem hat, gelangt man in den Bergfried. Das Turmtreppenhaus ist dunkel und nur mit einigen flackernden Laternen erhellt. Im Turmzim- mer befindet sich das nachgestellte Lager eines Ritters.
Wenn einem rutschige Kieshügel nicht ausmachen, kann man einmal rund um die Burg laufen, vom "Garten" aus hat man einen wirklich sehr schö- nen Blick auf Bingen und den Mäuseturm im Rhein.
Dann setzt man sich mit einem Becher Wein auf die Bänke in der Ruine und ist etwas erschöpft vom Weg. (Als „alleinreisende“ Frau bleiben die Plätze neben einem erstaunlich lange leer; Familien quetschen sich lieber woanders hin...).
Irgendwie gut, der Eindruck, aber müssen die vielen Kinder sein?
ICH HABE NICHTS GEGEN KINDER. Aber warum sind sie hier die einzige Zielgruppe? Ich hätte auch gerne mal das Kettenhemd vom Ritter anpro- biert, aber mich an zappelnden Knirpsen vorbeidrängen und „Ich auch!“ rufen???
Warum gibt es keine solchen Events, auf denen auch Erwachsene "unter- halten" werden? (Neiiiiiiin, ich meine jetzt mal NICHT Fetisch-Parties...).
Aber bei einem einzigen Öffnungstag im Jahr könnte das Programm ruhig auch etwas vielfältiger sein.

Fazit: Trotzdem. Es hat Spass gemacht. Wer am zweiten Septembersonn- tag noch nicht verplant ist, macht bestimmt keinen Fehler, die Ruine zu be- sichtigen.

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burg ehrenfels
Geschichte: Burg Ehrenfels wurde Anfang des 13. Jahrhunderts im Auf- trag des Mainzer Erzbischofs erbaut, um den Rheingau gegen Angriffe aus dem Norden zu sichern.
Seit dem 14. Jahrhundert war die Burg Teil einer Zollanlage für das Mainz- er Erzbistum, zusammen mit einer - heute verschwundenen - Zollbastion am Rheinufer und dem in der Mitte des Stroms erbauten Mäuseturm.
Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Burg Ehrenfels 1689 zerstört.
Erst 1990 wurde damit begonnen, die Ruine zu sichern und teilweise wie- derherzustellen, wohingegen der Mäuseturm Mitte des 19. Jahhunderts unter König Friedrich Wilhelm IV. von Preussen wiederaufgebaut wurde.
Die ehemailge Zollbastion am Fusse der Weinberge musste dem Bau der Umgehungsstrasse weichen.

Links: http://www.rheingau.de/sehenswertes.php?show=ehrenfels

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