lahneck
Eintritt: 3 €
Fühung: Eintritt nur mit Führung, jeweils zur vollen Stunde
Hotel: keines
Cafe/Restaurant: vorhanden
Info: Broschüre für 2,50 €
Souvenirs: keine

Lage: Burg Lahneck liegt in Lahnstein auf der rechten Rheinseite, ca. 55
km hinter Rüdesheim
Anfahrt: Durch das am Hang liegende Oberlahnstein. Ob man direkt an
der Burg parken darf, weiss ich nicht. Es standen einige Autos im Hof, die Strasse dorthin ist allerdings so schmal und ohne Ausweichmöglichkeiten, dass ich zumindest mit meinem VWBus hätte die ganze Strecke rückwärts fahren müssen, wäre mir jemand entgegengekommen. Die Parkplatzsuche im Ort teilt man sich allerdings mit all den Menschen, die das neben der Burg gelegene Freibad besuchen wollen.
Bei meinem Besuch, an einem 40-Grad-Sonntag waren das viele... Bei der Wanderung durch den Ort orientiert man sich am besten an den Schildern "Burg Restaurant".
Der gewundene Waldweg zur Burg ist sehr hübsch, dauert ca 5 Minuten
und geht mal NICHT steil bergauf

Den Beginn der 15.00 Uhr Führung hatte ich leider wegen Parkplatzsuche um 5 Minuten verpasst, und kam gerade am Burgtor an, als ein älterer Burgführer dieses verschloss. Er sah mich unleidlich an, murrte "Führungen zur vollen Stunde, die nächste um 16.00 Uhr", und deutete auf ein Schild
an der Mauer. Entgegen meine Gewohnheit leicht genervt von Parkodyssee fragte ich ihn ungläubig:"Muss ich jetzt hier 55 Minuten warten???"

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"Nein" knurrte er, und meine Laune hob sich schlagartig "Sie können ja wieder gehen". Sprach´s, drehte sich um und verschwand.
Netterweise hat sich der "Torwärter" von mir überreden lassen, mich noch zu der gerade begonnenen Führung zu bringen. Sie wurde von einem jun- gen Mädchen gehalten, das mich bereitwillig mit Original-Ritterhelm und -Schwert fotografierte. (Sicherheitshalber zweimal...)
Die Führung an sich dauert ca 30 Minuten und beschränkt sich weigehend (wie auch beispielsweise auf Burg Sooneck) auf die im 18. und 19. Jahr- hundert gestalteten Innenräume. Immerhin gab es eine schöne Geschich- te:
In der Kapelle steht unter anderem eine aus dem 17. Jahrhundert stam- mende Truhe die den Kriegsschatz beherbergte. Auf dem Boden der Truhe war ursprünglich ein Hundebild angebracht. Das war ein alter heidnischer Brauch; die Hunde sollten den "Schatz" in Geldtruhen bewachen. Daher kommt das Sprichwort "auf den Hund gekommen", wenn das Geld so we- nig war, dass man das Hundebild am Grund der Truhe erkennen konnte, war man ziemlich pleite...
Schön, ich liebe solche Geschichten.
Nach Beendigung der Führung kann man noch auf den Bergfried klettern, um dort die grandiose Aussicht auf Rhein und Lahn zu genießen. Da sich jedoch die Bebauung an dieser Stelle hauptsächlich aus modernen Indus- triegebieten, Fabriken und Wohnsiedlungen zusammensetzt, ist der Blick nicht wirklich romantisch.
Die Treppe im Turm führt an ein paar netten Nischen mit Fenstern und Ausblicken vorbei. Nach der Bergfriedbesteigung verlässt man den inne- ren Burghof und kann noch einmal halb um die Gebäude schlendern.

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Schön, aber mit dem Gefühl im Nacken, dass der Torwärter gerne hinter einem abschließen würde, auch nicht wirklich entspannend.
So verlässt man den geschlossenen Teil der Burg und trinkt einen Kaffee. Die sehr schöne Restaurantterrasse befindet sich außerhalb des Burgtores und kann jederzeit besucht werden. Das Personal war bei meinem Besuch nett.

Fazit: Der Besuch auf Burg Lahneck lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Schwerpunkt auch hier nicht auf der ursprünglichen mittelalterlichen Burg liegt, sondern eben auf den "modernen" Ausbauten des 19. Jahrhun- derts.
Burg Lahneck ist keine der Anlagen, die einem zum "Verweilen und Er- kunden" einladen, aber durchaus empfehlenswert für einen interessanten Burgenausflug mit anschließendem Kaffee.

Geschichte: Im Jahre 1220 erhielt der Erzbischof von Mainz das Silber- bergwerk bei Lahnstein als Lehen. Zum Schutze dieses Bergwerkes wurde Mitte des 13. Jahrhunderts die Burg Lahneck errichtet.
Im dreissigjährigen Krieg wurde die Burg besetzt und aufs schwerste ver- wüstet. Dannach stand die Burg offen, war unbewohnt und diente als Stein- bruch für die Bewohner von Ober- und Niederlahnstein.
Im 19. Jahrhundert wurde die Ruine von einem Privatmann gekauft und wiederhergerichtet.

Links: http://www.burglahneck.de/

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