burg maus
Eintritt: 7,00 €
Führung: Die Burg ist nicht zu besichtigen. Der Eintritt bezieht sich auf die Adler-Flugvorfühung
Hotel: keines
Cafe/Restaurant: kurz vor der Vorführung ist die Burgschänke geöffnet
Info: über die Flugvorführung
Souvenirs: Poster und Adlerfedern

Lage: Burg Maus liegt auf der rechten Rheinseite, in Wellmich ca. 32 km hinter Rüdesheim
Anfahrt: man parkt in einem kleinen Seitental am Fuss des Berges und geht eine sehr schöne Wald-Serpentinenweg zur Burg hoch. Wenn man
sich sehr beeilt (z.B. weil man WIEDER MAL fast zu spät ist), schafft man den Weg in 12 Minuten, sicherer und entspannter ist es aber, 20 dafür einzuplanen. Das ist wichtig, denn die Flugvorführungen finden nur zwei Mal am Tag statt, 11.00 Uhr und 14.30 Uhr (Sonn- und Feiertags auch 16.30 Uhr), und wenn man nicht pünktlich ist, hat man leider Pech gehabt

Nun gut, bei meinem dritten Anlauf war ich pünktlich (dank der 12 Minu- ten...). Die Burg an sich bietet einem nicht viel, zugänglich ist nur der klei- ne äussere Burghof. Hier stehen Tische und Bänke an denen man auf den Beginn der Vorführung wartet. Die Flugvorführung selber findet auf einem kleinen Plateau direkt am steilen Hang zum Rhein statt, und dauert ca. 50 Minuten.
Es ist eine gute Idee, sich zu den Kindern in die erste Reihe zu drängeln, denn einen ausgewachsenen Seeadler aus allernächster Nähe zu sehen, ist schon sehr beeindruckend (damenhaft zurückhaltend kann man zu hause sein).

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Und dann sitzt man eine knappe Stunde in der warmen Spätsommersonne und beobachtet See- und Steinadler, Falken und einen roten Milan, wie sie sich majestätisch in die Lüfte schwingen, kleine tote Küken im Flug fangen und vor der grossartigen Kulisse der Burg und des Rheintals ihre Kreise ziehen. Dem Falkner merkt man die Routine der täglichen Vorführungen nicht an (ich mag Menschen, die Dinge mit Leidenschaft und Hingabe tun...). Zum Abschluss darf man noch einen riesigen Uhu streicheln und in seine klugen Augen sehen.

Fazit: Wer es mit Hitchcock hält, und keine Vögel mag, kann sich den Ausflug sparen. Wer von einer Burg auch etwas "Burg" erwartet auch.
Wer es sich hingegen entspannend und "mal was anderes erleben"s-wert findet, sich diese Tiere aus der Nähe zu betrachten, für den lohnt sich der Aufstieg. Um die Zeit richtig geniessen zu können, ist schönes Wetter wichtig, immerhin sitzt man fast eine Stunde an exponierter Stelle.
Mir hat der Ausflug Spass gemacht, auch wenn die Burg nicht viel hergibt.

Geschichte: Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Burg Maus vom Trierer Erzbischof erbaut, als Schutz seiner rechtsrheinischen Besitzungen. Sein Nachfolger Kuno von Falkenstein bezog die Burg wenige Jahrzehnte später. Während dieser Zeit enstand auch die in Sichtweite befindliche Burg Katz der Grafen von Katzenelnbogen. Diese waren es auch, die der Legende nach, der kleineren Burg des Bischofs den verächtlichen Namen "Maus" gaben.
Burg Maus wurde nie zerstört, sondern verfiel wahrscheinlich erst im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhundert wurde sie von einem Privatmann gekauft und wiederaufgebaut.

Links: http://www.burg-maus.de/

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