mittelalterfest oberwesel
Datum: Pfingsten, 30.05.-02.06. 2004
Eintritt: x für einen Tag, y für alle Tage
Führung: Keine Führung
Hotel: in der Stadt
Cafe/Restaurant: In der Stadt aber natürlich gab es aber an zahlreichen Ständen "zeitgemässe" Verpflegung
Info: Faltblatt mit dem Programm für die Festtage und Lageplan auf dem jeder einzelne Stand eingezeichnet war
Souvenirs: natürlich jede Menge an den Ständen
Parken: Kostenlose Sonderparkplätze auf der Wiese am Rheinufer, ca 5
bis 10 Minuten vom Stadtkern entfernt

Während dieser beiden Tage bot Festung Ehrenbreitstein eine Zeitreise durch die letzten 2400 Jahre. Alles was auf dem Gelände der Festung je "gelebt" hat, war hier anzutreffen. Kelten, Römer, Ritter und Preussen.
Als erstes betrat man im Hauptgraben das Lager der Kelten. Zwei gallische Sippen zeigten hier ihr "Alltagsleben" aber auch ihr Handwerk. Münzgiessen, Bogenbauen und Wollspinnen konnte man hier aus nächster Nähe betrachten.
Nebenan hatten die Römer ihr militärisches Lager aufgeschlagen. Ver- ständlicherweise etwas erschöpft sassen die römischen Legionäre in Rüs- tung hinter ihren farbenprächtigen Schildern. Aber auch Schmieden und Knochenschnitzen wurde gezeigt, dreimal am Tag fanden "Exerzitien" mit Waffenschau und Kampfübungen statt.

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                            carolinas castle collection
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mittelalterfest oberwesel
Auf dem Schlossplatz mit dem grandiosen Blick über Rhein und Mosel traten dreimal am Tag die Preussen mit Aufmärschen und Kanonaden in Erscheinung. Das hat natürlich gerade vor dieser Kulisse unheimlich beeindruckend gewirkt.
Im Retiriergraben schliesslich befand sich das Mittelalter. Rechts ein mittelalterlicher Markt mit Speiss und Trank, Schmuck, Lederarbeiten etc etc, aber auch Handwerk, wie eine "Büttenpapiermacherin". Im linken Teil war das Ritterlager. Viele bunte Zelte, Lagerfeuer und Menschen in Rüstung und Ziviltracht. Zwischen allem Gaukler, Musikanten, Schaukämpfe und immer mal wieder ein verirrter Preusse. Abends wurde alles mit Fackeln erleuchtet und im Mitternacht gab es ein Konzert und Feuerwerk.

Fazit:Toll! Auch wenn die Festung natürlich weder für Kelten, Römer oder Ritter eine authentische Kulisse ist, ist sie genau das richtige gewesen für eine derartige Veranstaltung. Dank ihrer Grösse und Weitläufigkeit konnten sich die einzelnen Epochen gut voneinander absetzen. Ich bin nicht müde geworden, herumzulaufen, denn was einen an der Festung auch ohne Historienspiele beeindruckt, ist ihre monumentale Grösse. Immer wieder entdeckt man etwas neues, bleibt dort sitzen für eine Theateraufführung, sieht hier einem Schaukampf und dort einem Gaukler zu, und kann sich gar nicht entscheiden, was man denn als Andenken kaufen möchte. Und doch waren es die kleinen Szenen, die man zufällig entdeckt, die am überzeugensten gewirkt haben. Ein müder Ritter sitzt im Schatten vor seinem Zelt neben seiner Rüstung, ein kleiner Junge in Gewand spielt mit einem Hund vor einem Lagerfeuer, ein Mann und eine Frau verschwinden händchenhaltend in einem der Zelte...
Eine wirklich wunderschöne, sich auf jeden Fall lohnende Veranstaltung!
Absolut empfehlenswert

zurueck


   

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