reichenstein
Eintritt: 4,00 €
Führung: keine
Hotel: vorhanden
Cafe/Restaurant: vorhanden
Info: ein kleines Faltblatt für 20 Cent, eine ausführliche Broschüre für 2 €
Souvenirs: Im Eingang

Lage: Burg Reichenstein liegt auf der linken Rheinseite in Trechtingshau- sen, ca 7 km hinter Bingen
Anfahrt: man kann mit dem Auto den Berg hinauf fahren und direkt vor
der Burg parken

Die Burganlage ist nur mit Eintritt zu betreten, dieser berechtigt auch zum Besuch des Museums. Der Burghof, in den man über eine Brücke gelangt, ist leider der einzige Teil der gesamten Anlage, der dem Besucher zugäng- lich ist. Das ist sehr schade. Die Burg ist in ihrem Umfang recht groß und breit, aber von all dem bekommt man keinen Eindruck. (Kommentar der Dame an der Kasse auf die Frage, ob keine weiteren Teile der Burg zu be- treten seien: “Nein, zum Glück nicht. Die würden ja alles kaputt machen!“ Hm. ICH nicht...)
Der langgezogene Burghof ist mit Kanonen ausgerüstet, und bietet einen schönen Blick auf den Rhein. Von ihm aus betritt man das Museum.

Das Museum ist bizzar. Auf 3 Stockwerke verteilt, bietet es eine kunterbun- te Mischung aus alten Waffen, Rüstungen, gusseisernen Ofenplatten, im neugotischen Stil eingerichteten Zimmern und der absolut umfassensten Geweihansammlung, der ich je begegnet bin.

weiter


         

                            carolinas castle collection
burg reichenstein





reichenstein
Das Museum ruft eher Neugierde als Begeisterung hervor, allzu unmittel- bar geht es von einem Thema zum nächsten. Aber gerade dieses Gefühl, dass man nie weiss, ob einem im nächsten Raum Ofenplatten, Halbedel- steine oder ein nachempfundener Rittersaal mit Totenschädeln als Tisch- deko erwarten, sorgt für einige Unterhaltung.
Ich war zu dem Zeitpunkt der einzige Besucher, und die Atmosphäre ist schon etwas Besonderes, man geht durch die wirklich wunderschönen gotischen Gewölberäume, Treppe rauf, Treppe runter; die Schritte hallen, es ist still und angenehm kühl und es herrscht eine fast sakrale Stimmung. Die Fenster zum Berg bieten Ausblick in einen engen, weiteren Burghof, aber es könnten auch Gemälde sein. Man kann den Turm besteigen, und sich von oben von der großen Anlage beeindrucken lassen.

Das Restaurant/Hotel befindet sich vor dem gebührenpflichtigen Teil der Burg, hinter dem ersten Burgtor. Der Blick auf den Rhein ist nett, OK, von der Burg kann man von dort aus fast gar nichts sehen, das Personal ist routiniert und unpersönlich. Man hat eindeutig NICHT den Eindruck, auf einer Burg Kaffee zu trinken.

Fazit: Wäre nicht diese wirklich besondere Atmosphäre im „Museum“,
man müsste Burg Reichenstein nicht besuchen.
Schade, die Burg erscheint so groß und beeindruckend, und das Gefühl was man beim Gehen hat, ist „war das alles?“ Verschenktes Potential; be- eindruckender erlebt man die Burg, wenn man auf der rechten Rheinseite vorüberfährt, und andächtig auf sie blickt...
Warum macht man nicht mehr aus dieser Burg? Und was ist in all den an- deren Gebäuden???

weiterzurueck


   

                              carolinas castle collection

burg reichenstein




reichenstein
Geschichte: Im frühen 11. Jahrhundert erbaut, wurde Burg Reichenstein Anfang des 13. Jahrhunderts an die Herren von Bolanden als Vogtei über- geben. Eine folgenschwere Entscheidung, denn ihre Erben erwiesen sich
als Raubritter der schlimmsten Sorte.
1253 setzte sich der Rheinische Städtebund zur Wehr und zerstörte ein er- stes Mal die Burg, doch erst eine zweite Zerstörung im Jahre 1282 konnte dem Unwesen ein Ende bereiten. 1344 fiel die Burg an Kurmainz und wur- de wieder aufgebaut.
Doch gegen die Waffen und Kriegstechniken des 15. und 16. Jahrhunderts war sie nicht gerüstet, Burg Reichenstein verfiel und wurde schlieslich auf- gegeben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Ruine von Baron Nikolaus von Kirsch-Puricelli erworben und neu aufgebaut.

Links: http://www.burg-reichenstein.de/

zu den burgen zurueck


   

                              carolinas castle collection

burg reichenstein