rheinfels
Eintritt: 4 €
Führung: wird angeboten, ist aber kein Muss. Es gibt auch - nur mit Vor- anmeldung - einmal wöchentlich Nachtführungen
Hotel: vorhanden
Cafe/Restaurant: es gibt ein Restaurant, allerdings ohne Außenplätze und die Aussichtsterrasse des Hotels
Info: kleine Broschüre über die Geschichte der Festung und eine Grund- rissskizze der Ruine mit Beschreibung der Gebäude und Rundgänge
Souvenirs: kleiner, aber gut sortierter Souvenirshop neben dem Hotel

Lage: Festung Rheinfels liegt oberhalb von St. Goar auf der linken Rhein- seite ca. 28 km hinter Bingen
Anfahrt: Man kann bis vor die Festung fahren und auf einem kostenpflich- tigen Parkplatz parken

Der an der Kasse ausgehändigte Plan der Festung erweist sich als sehr nützlich, wenn man auf eigene Faust durch die Ruine wandert. Die Dimen- sionen sind riesig. Obwohl ich nahezu 3 Stunden rumgelaufen bin, glaube
ich nicht, dass ich wirklich ÜBERALL war. Endlos ist die Zahl der Gänge, Treppen, Höfe, Türme auf verschiedenen Ebenen.
Hier kann man wirklich einen ganzen Nachmittag verbringen. Auch an ei- nem gut besuchten Tag wird man nur ab und zu jemandem begegnen, der, so wie man selber, mit wirrem Blick, den Plan in der Hand murmelt: "Ich glaube hier war ich schon, oder?"
Für das volle Erlebnis ist es unbedingt ratsam, eine Taschenlampe mitzu- bringen, denn es gibt unzählige dunkle, enge Gänge durch die man, hm ja, manchmal kriechen muss.

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festung rheinfels





rheinfels
Und auch wenn man weiß, draußen ist helllichter Tag, und es befinden sich Hunderte von Menschen in Rufweite, sobald man um die erste Kurve geht, dunkler, enger Gang voraus, dunkler, enger Gang zurück, könnte man nicht beschwören, nicht doch einsam und heldenhaft in gefährliche, uner- forschte Tiefen vorzudringen. Um die nächsten Ecke sieht man auf einmal Tageslicht, die Schritte beschleunigen sich und man hastet auf einen gras- bewachsenen Fleck hinter Mauerresten, mit wirrem Blick murmelnd: "Ich glaube hier war ich schon, oder?".
Wenn man keine Taschenlampe dabei hat, oder den Kick noch etwas stei- gern will, kann man sich auch mit der Digicam behelfen: Einige Meter in den Gang reingehen, Blitz einschalten, abdrücken, und auf dem Display die nächsten gut ausgeleuchteten Meter betrachten. Im Stockdunklen weiter- gehen, Vorgang wiederholen. (Bitte nicht mit einer Kamera wie meiner, die durch einen Sturz in unglücklichem Winkel auf die Kante einen zerbrochen- en Batteriefachdeckel hat, der nur mit Hilfe dreier fest um die Kamera gewickelten Einmachgummis und eines Latexhandschuhes die Batterien im Schacht und die Stromzufuhr aufrecht hält. Es ist KEIN cooles Gefühl, tief in einem solchen Gang zu stehen und festzustellen, dass die Kamera grade einen ihrer sporadisch auftretenden Wackelkontakte hat...)
Es gibt auch ein Museum auf dem Festungsgelände, das recht eindrucksvoll die Geschichte der Festung dargestellt.
Die Hotelterrasse hat einen wunderschönen Blick auf Rhein und Burg Katz, der Service ist auch verstaubten Touristen mit abwesendem Blick gegen- über sehr freundlich und unkompliziert.

Fazit: "Ich glaube hier war ich schon, oder?"... falls es nicht schon dezent durchklang: die Festung Rheinfels ist großartig!

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festung rheinfels
Sie vermittelt wirklich den Eindruck einer mittelalterlichen Festung. Hier kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen und auch das Abenteuer kommt nicht zu kurz. Ein -wenn nicht gar DAS- Highlight der Rheinburgen!
Absolut empfehlenswert
Halloween auf Festung Rheinfels

Geschichte: 1245 von dem Grafen von Katzenelnbogen erbaut, zum Schutz des St. Goarer Zolles. Innerhalb kürzester Zeit wurde Rheinfels zu einer der stärksten Burganlagen am Rhein und das immer bedeutender werdende Verwaltungszentrum der Grafen von Katzenelnbogen, die im 14. Jahrhundert gegenüber Burg Katz errichteten, und nun eine wirksame Rheintalsperre ausüben konnten.
Als das Geschlecht der Grafen von Katzenelnbogen Ende des 15. Jahrhun- derts ausstarb, fiel Rheinfels an die hessischen Landgrafen, die aus der Burg ein prunkvolles Renaissance-Schloss machten und sie zu einer der stärksten Festungen Deutschlands erweiterten.
Im pfälzischen Erbfolgekrieg konnte Rheinfels als einzige linksrheinische Burg 1692 den angreifenden Franzosen erfolgreich widerstehen. Mit nur 4.000 Mann Besatzung vertei- digte sie sich gegen ein Heer von 28.000 Feinden.
1794 jedoch wurde die Festung kampflos an die französische Revolutions- armee übergeben, die diese stolze Burg 1796 sprengten. Anfang des 19. Jahrhundert diente die Ruine als Steinbruch für den Neubau der Festung Ehrenbreitstein. 1843 erwarb der spätere Kaiser Wilhelm I. die Burg; seit- her ist sie als Ruine bewahrt und gehört heute der Stadt St. Goar.

Links:
http://www.schlosshotel-rheinfels.de/index.php3
http://www.talderloreley.de/impressionen/burg.13.de.php

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