schoenburg
Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: vorhanden
Cafe/Restaurant: vorhanden
Info: Nur über die Hotelanlage
Souvenirs: keine

Lage: Die Schönburg liegt auf der linken Rheinseite in Oberwesel, ca 22 km hinter Bingen
Anfahrt: man fährt mit dem Auto eine steile gewundene Serpentinenstras- se hoch und kann unmittelbar vor der Burg parken

Die Burg ist ein Hotel und nicht zur Besichtigung geöffnet. Man kann wohl einmal durch den Burghof schlendern und aussen um die Kapelle gehen, aber das war es auch. Der sogenannte "Hohe Mantel", die wuchtige Schild- mauer zum Berg hin ist allerdings einmalig beeindruckend. Kaum vorstell- bar, dass sich jemals jemand getraut hat, dort anzugreifen...
Bei meinem ersten Besuch hatte ich die Schönburg kurzfristig als Alterna- tive ins Programm genommen, weil ich - mal wieder - zu spät für die ge- plante Adlerflugvorstellung auf Burg Maus war.
Schicksal vielleicht, denn es ergab sich, dass an diesem Sonntag Burgfest auf der Schönburg war (inklusive einem Feuerschlucker, Magiern und 3 hübschen Frauen mit anstrengenden mittelalterlichen Instrumenten...). Die Anlage selbst ist beeindruckend, auch weil sie eher im ursprünglichen Sinn wiederaufgebaut wurde.

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Dank des Burgfestes durfte man auf alle Türme klettern, den Wehrgang auf der Schildmauer betreten, und ungeniert in alle Ecken und Winkel kriechen. Wie auf sonst nur wenigen Rheinburgen bekommt man auf der Schönburg einen Eindruck von der Macht und Wehrhaftigkeit der Vertei- digungsanlagen.
Natürlich hätte ich aus foto-ästhetischen Gründen lieber keine Bierzelte
und unzählige Festbesucher gehabt, aber, nun ja, das war der Preis
für die Möglichkeit überall hinzukommen.

Den Rest des Jahres bleibt einem, wie gesagt, nicht viel zum Entdecken, ein Besuch in Hotel-„Cafe“ entschädigt dafür jedoch mehr als reichlich.
Kleine, stilvoll eingerichtete Zimmer mit Kamin und weichen Sitzgruppen vermitteln eher das Gefühl "bei Ritters im Wohnzimmer" zu sein als in einem Restaurant. Im Sommer sitzt man wunderschön in einer offenen Laube.

Die hübschen Angestellten tragen adrette Dirndl und sind erlesen freund- lich. Der Kaffee kommt in Tasse mit Goldrand und Wappen, der Zucker in einer Silberdose, statt geschmacklosem Standardkeks gibt es einen klei- nen köstlichen Windbeutel auf der Untertasse... Nie wird einem das Gefühl vermittelt, nur ein windzerzauster Ausflügler mit läppischen 2,50 € Umsatz zu sein.

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Fazit: Schwer zu sagen. Das Burgfest ist nett und lohnt sich, da es einem die Möglichkeit bietet, die Burg ausführlicher zu besichtigen als es norma- lerweise möglich wäre. (Ausserdem gibt es leckere Haxen...)
Das Hotel ist phantastisch. Wer über etwas Kleingeld verfügt, und mal eine Nacht auf einer Burg verbringen möchte, ist hier wahrscheinlich gut aufge- hoben.
Es gibt entzückende Burggärten mit durchbrochenen Mauer-Ausblicken auf den Rhein, stimmungsvolle Kamin-/Tee-/Rauchzimmer, und die Speisekar- te liest sich köstlich. Ob sich ein Besuch an allen anderen Tagen des Jahres an denen kein Burgfest ist, lohnt? Für das Ambiente des Hotels/Restaurants allemal.
Empfehlenswert

Geschichte: Die Schönburg wurde im 12. Jahrhundert von dem Magde- burger Erzbischof erbaut, im 13. und 14. Jahrhundert diente sie als Ganer- benburg den Herren von Schönburg als Lehen. 1374 geht sie an das Erz- bistum Trier.
1689 wurde auch die Schönburg im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört.
Ende des 19. Jahrhunderts erwarb der Amerikaner Rhinelander die Burg und liess sie wieder herrichten. 1950 wurden Teile der Burg als Jugendburg des Kolpingwerks ausgebaut, der Südteil der Burg wurde in den achziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem Hotel umgebaut.

Links: http://www.burghotel-schoenburg.de/

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