sooneck
Eintritt: 2, 60 €
Führung: das Burginnere ist nur mit Führung zu betreten
Hotel: keines
Cafe/Restaurant: vorhanden, Öffnungszeiten wie die Burg
Info: man bekommt eine dürftige, kleine aus einem Buch rausgerissene Seite mit einem kurzen Text über die Inneneinrichtung der zugänglichen Burggemächer, kein Wort über die Geschichte der Burg
Souvenirs: keine

Lage: Burg Sooneck liegt kurz vor Niederheimbach, auf der linken Rhein- seite ca. 11 km hinter Bingen
Anfahrt: Man fährt eine recht steile Strasse durch Weinberge und Wald,
bis zum Parkplatz. Von dort sind es noch ca. 3 Minuten bergauf zur Burg

Die Führung dauert ca 20 bis 30 Minuten und wurde von einem freundlichen jungen Mann gehalten, der allerdings wirkliche Begeisterung vermissen ließ und beschäftigt sich ausschließlich mit der Inneneinrichtung der privaten Gemächer von Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der die Burg zu einem Jagdschloss umbauen ließ.
Das Mobiliar ist jedoch nicht das Originalmobiliar, sondern lediglich aus der Epoche, großteils von Schloss Stolzenfels. Neben der Einrichtung gibt es auch noch eine recht umfangreiche Gemäldesammlung meist aus dem 19. Jahrhundert.
Ewige Kinder wie ich haben ihren Spass daran, dass man im Inneren der Burg auf lustigen Filzpantoffeln rutschen darf.

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burg sooneck





sooneck
Nach der Führung kann man sich unbegrenzt auf dem Burggelände aufhal- ten, auf ein, zwei Aussichtstürmchen klettern, durch den terrassenförmigen Rosengarten spazieren oder im Burghof sitzen und die Aussicht genießen.

Dabei ist das begehbare Gelände nicht eben groß, und es wirkt halt alles eher wie ein romantisches Schloss als eine wehrhafte Burg.
Der Blick nach oben zu den steil aufragenden Hauptgebäuden ist allerdings beeindruckend. Schade, dass sich direkt neben der Burg ein Steinbruch befindet; in diese Richtung sollte man besser nicht schauen...
Als ich die Burg um 18.00 Uhr verließ, fragte mich der Gärtner, ob ich ihn im Auto mit runter nach Niederheimbach nehmen könnte, da er seinen Zug nach Koblenz erreichen musste. "Ja klar" sagte ich, "und nur für die Statistik, ich habe ein Messer dabei und den braunen Gürtel in Judo." (OK, ich war kurz vor dem Gelben...). Danach kamen wir blendend miteinander aus, obwohl ich fürchte, er fand meine Bemerkung "was für ein Traumjob, jeden Tag auf einer Burg arbeiten zu können" etwas naiv. Was wahrschein- lich richtig ist. Zum Abschied hat er mir die Hand geküsst, und ich bin mit einem netten Gefühl nach Hause gefahren.

Fazit: Wer sich für die Kunst und Geschichte des 19. Jahrhundert interes- siert, wird hier auf seine Kosten kommen. Wer verliebt ist, in die leicht künstliche Atmosphäre rheinromantischen Preussenkitschs ebenfalls. Zweifellos ein schöner Ausflug, der gewinnen würde, wäre die Burgschän- ke geöffnet.

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sooneck
Geschichte: Burg Sooneck wurde im 13. Jahrhundert von den Edelfreien von Bolanden-Hohenfels errichtet. Wie die benachbarte Burg Reichenstein diente auch sie als Raubritternest, und wurde ebenfalls 1282 zerstört. König Rudolf von Habsburg sprach daraufhin ein Wiederaufbauverbot aus. 1344 fiel auch Burg Sooneck (wie Reichenstein) an Kurmainz, und wurde von den Herren von Waldeck neu aufgebaut.
Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Sooneck zerstört, und blieb eine Ruine, bis sie 1834 von vier preussischen Prinzen erworben und unter Erhaltung der mittelalterlichen Reste wiederaufgebaut wurde.
1842-61 wurde sie zu einem Jagdschloss ausgebaut. Die ursprüngliche Möblierung ist verlorengegangen. Alle Räume auf Sooneck wurden nach dem zweiten Weltkrieg mit Möbeln im Stil der Neugotik und des Biedermei- er eingerichtet, die aus den ehemals preussischen Schlössern Koblenz und Stolzenfels stammen.
Burg Sooneck gehört heute dem Land Rheinland Pfalz.

Links: http://www.niederheimbach.de/die_burg_sooneck.htm http://www.burgen-rlp.de/burgen/2_soone/main_b2.htm

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