Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: in der Stadt
Info: Booklet 5 €
Souvenirs: keine
Lage: Die Abdinghofkirche liegt im Westen der Altstadt von Paderborn
Anfahrt: Parken im Ort

Nur ein paar Schritte vom Dom eine kleine Gasse herunter, vorbei an einer barocken Kapelle, liegt die Abdinghofkirche, so wie der Dom aus dem schö- nen hellen Paderborner Kalkstein, der durch die Eiseneinschlüsse an man- chen Stellen rotgelb marmoriert erscheint.
Nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges ist die Kirche innen recht schmucklos wieder errichtet, weisse Wände, dunkle Holzdecke, ein bischen Gold im Chor. Zwei Eingänge führen zur darunterliegenden Krypta: ein ge- drungener Raum mit breiten Säulen, auf deren Kapitellen man erst beim zweiten Blick drachenähnliche Wesen erkennt. Dem Altar gegenüber steht effektvoll angeleuchtet die rekonstruierte Grabplatte von Bischof Meinwerk.
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Im südlichen Westturm führt eine Treppe mit ausge- tretenen Backsteinstufen auf die Kaiserloge, hier bilden die Bögen aus rohen Steinen einen grossartigen Kontrast zu den strahlend weissen Wänden. Weiter hoch ist die Tür verschlossen, ein Stockwerk darunter befindet sich die kleine Abtskapelle mit - wie überall in Paderborn - justifyfiller
wunderschönem Fussboden und einer goldgefassten Säule in der Mitte des Raums. Vom ehemaligen Kreuzgang hat sich wenig erhalten, zugänglich ist er über die städtische Galerie im angrenzenden Nachkriegsbau. Dort war ein Teil der Credo Ausstellung, und so konnte ich leider nicht fotografieren.

Fazit: Vielleicht ist die Abdinghofkirche meine Lieblingskirche in Paderborn - Krypta und Turmkapelle, was will man mehr? Das Tollste an dieser Kirche ist aber das Licht. Von keiner Deko abgelenkt ergeben sich überall die wunder- barsten Bilder - düstere Gewölbe, matt erleuchtete Aufgänge, hier und da Sonne auf dem schönen Boden: Nahezu jeder Blick eröffnet einem einen fast mystischen Eindruck von Schatten, Licht und einer unglaublichen Tiefe. Absolut empfehlenswert!

Geschichte: Bereits vor der heutigen Kirche haben hier mindestens zwei justifyfiller





Vorgängerbauten gestanden: eine kleine Saalkirche sowie eine romanische Basilika. Bischof Meinwerk kehrt 1014 von der Krönung Kaiser Heinrich II. in Rom zurück, wo im kaiserlichen Lager die Pest gewütet hat.
Meinwerk gelobt, wenn er überlebt, ein Benediktiner- kloster zu gründen. 1015 lässt er nach der Weihe des im justifyfiller
Stadtbrand von 1000 zerstörten Doms den Bau des Abdinghofklosters beginnen, die Kirche entsteht ab 1021; in der Krypta wird er 1036 beige- setzt. Im nächsten Stadtbrand, 1058 wird die Abdinghofkirche zerstört, der Neubau 20 Jahre später geweiht. 1165 brennt Paderborn erneut, während der Wiederaufbauarbeiten entsteht die Abtskapelle im Westwerk. 1803 wird das Kloster aufgehoben, in eine Preussische Kaserne umgewandelt, die Kir- che wird Pferdestall. 1866 gelangt die Abdinghofkirche an die evangelische Gemeinde, die mit der Wiederherstellung beginnt. Bomben zerstören 1945 das Kloster und schädigen die Kirche. In den 1950er Jahren werden die Klostergebäude abgebrochen, die Kirche wiedererrichtet.

Link: http://www.abdinghof.de/

Ausflüge in die Nähe: Bartholomäuskapelle Paderborn (0,5km), Busdorfkirche Paderborn (0,5km), Gaukirche Paderborn (0,5km), Dom Paderborn (0,5km), Wewelsburg (21km), Externsteine (22km)