Eintritt: 4,00 €
Führung: Eintritt nur mit Führung
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: ab 3,00 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Burg Berwartstein liegt bei Erlenbach in der Südpfalz, ca 40 km von Neustadt a.d. Weinstrasse
Anfahrt: Parkplatz unterhalb der Burg, ca. 5 Minuten Waldweg

Burg Berwartstein ist die einzige noch erhaltene Pfälzer Felsenburg. Hier wird einem erst so richtig klar, was man bei den Ruinen nur ahnen kann: All die Räume, Gänge, Treppen sind tatsächlich komplett aus dem Felsen rausgehauen und nicht erbaut. Das ist ziemlich beeindruckend, und trotz- dem kaum vorstellbar.
Bei der sehr interessanten Führung erfährt man von all den unterirdischen Gängen die von der Burg aus gingen und angeblich bis zu weit entfernten Bastionen führen; durch einen kleinen Teil wird man mit Kerzen geführt.
Der frühere Burgeingang war nicht so komfortabel wie der heutige, die justifyfiller





einzige Möglichkeit in die Burg zu gelangen war durch ei- nen engen, steilen in den Fels gehauenen Aufstieg; kein Wunder, dass Burg Berwartstein nie im Kampf erobert wurde. Tolle Sache! Die schattige Caféterrasse vor dem heutigen Eingang ist sehr malerisch, wer lieber in der Sonne sitzt, kann das vor dem Kiosk tun.
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Fazit: Burg Berwartstein ist wirklich sehenswert. Der Burgbau ist faszinie- rend, die Führung sehr aufschlussreich. Am Ende hat mir der sehr nette Burgführer noch ein paar normalerweise nicht zugängliche Stellen gezeigt, vielen Dank!. Empfehlenswert.

Geschichte: Burg Berwartstein wird vermutlich im 12. Jhrd. erbaut, es hat hier wohl schon eine römische Befestigung gegeben. 1152 schenkt Kaiser Friedrich Barbarossa den Berwartstein, der wohl eine Reichsburg war, dem Bistum Speyer.
Dieses vergibt die Burg ab 1201 als Lehen an die Herren von Berwartstein, die sich bald darauf als Raubritter betätigen, so dass die Burg 1319 durch die Städte Strassburg und Hagenau belagert und zerstört wird. Die Herren von Berwartstein zahlen eine hohe Entschädigung und bauen die Burg justifyfiller





wieder auf. Nach ihrem Aussterben 1345 gelangt die Burg an die Abtei Weissenburg, die sie 100 Jahre später unter den Schutz des Kurfürst von der Pfalz stellt. Gegen den Protest der Abtei übergibt dieser 1480 den Berwart- stein als Lehen an seinen Marshall Hans von Trotha (auch bekannt als Hans Trapp), der die Burg weiter befestigt, justifyfiller
das gegenüberliegende Vorwerk „Klein-Frankreich“ errichtet und sich in der Folge trotz 1496 vom Papst verhängten Kirchenbann als gefürchteter Raubritter einen Namen macht. 1545 stirbt die Famile von Trotha aus, die Burg gelangt an die Ritter von Fleckenstein, 1590 brennt sie ab. 1637 sterben auch sie aus, der Berwartstein gelangt nun bis 1793 bleibt aber weitgehend unbewohnt.
Ab 1893 beginnen unter dem neuen Eigentümer, Hauptmann Theodor von Bagienski erste Instandsetzungen. Ab 1955 ist die Famiie Wadle Be- sitzer der Burg, sie beginnen mit der Beseitigung der Schäden aus dem 2. Weltkrieg.

Link: www.burgberwartstein.de/

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