Eintritt: 3 €
Führung: auf Anfrage
Hotel: keines
Café/Restaurant: Biergarten
Info: ab 3 €
Souvenirs: vorhanden + Vinothek
Lage: Kloster Bronnbach liegt an der Tauber, ca 10 km unterhalb von Wertheim
Anfahrt: Parken davor

Die Tauber ist hier so winzig, dass es schon eine Brücke braucht, um über- haupt zu erkennen, dass es einen Fluss gibt. Dennoch liegt das Kloster direkt am Ufer desselben, die ist Anlage links und rechts der kleinen Strasse verteilt.
Man wird im zu besichtigenden Teil eingeschlossen, von hier aus betritt man auch die Klosterkirche. Sie ist aus einem ganz besonders schönen blassro- sa Sandstein erbaut, der bezaubernd aussieht in Verbindung mit den zarten Deckenmalereien. In Kontrast dazu stehen die überdimensionierten roma- nischen Kapitelle der Säulen und die gigantischen, schwarzen Brutalbarock- justifyfiller





Altäre im Kirchenschiff. Der Kreuzgang ist komplett erhal- ten mit schönen Kapitellen und reizend schiefstehenden Säulen. Von hier aus geht es auch in der grosartigen Ka- pitelsaal, der mein Lieblingsort im Kloster ist.
Die kleine romanische Kapelle betritt man von aussen. Bei meinem Besuch waren die beiden barocken Bernhard- justifyfiller
und Joseph-Säle leider nicht zugänglich (daher 1 € Preisnachlass beim Ein- tritt), so dass sich mein barocker Eindruck auf die Fassaden und die schöne Gartenanlage beschränkt. Damit kann sogar ich gut leben!
Der SB-Biergarten im kleinen Saalgarten ist reizend, vor einem die Kloster- gebäude, im Rücken Gartenhäuschen.

Fazit: Eine wunderbare Klosteranlage! Die Lage in saftigem Grün, die schö- ne rote Barockgartenanlage, der Brunnen mit dem besonders blauem Wasser, die Kirche, Kreuzgang und Kapitellsaal: Eine zauberhafte Sache.
Merkwürdig abgeschieden für solch eine tolle Anlage, und daher besonders entdeckenswert.

Geschichte: Der Legende nach hat der Heilige Bernhard von Clairvaux bei seinem Aufenthalt in Wertheim die Stelle bezeichnet, an der ein Kloster sei- justifyfiller





nes Ordens entstehen soll. Tatsächlich haben 4 Adelige aus der Gegend (darunter Beringer von - der benach- barten - Gamburg) dem Zisterzienserorden Grundbesitz oberhalb der heutigen Lage gestiftet. Einige Jahre später schenkt Erzbischof Arnold von Mainz den Mönchen den am Fuße des Berges gelegenen Weiler Brunnenbach; die justifyfiller
Mönche siedeln nun ins Tal um. 1167 bauen Abt und Mönche aus der Mutterabtei Maulbronn das Kloster auf, es wird schnell wohlhabend. 1355 sind die Grafen von Wertheim Schutzherren des Klosters gegen Raubritter aus Gamburg und Külsheim. Im Bauernkrieg wird das Kloster geplündert, 1552 kurzfristig evangelisch, ebenso wie im 30jährigen Krieg.
1634 kehren die Mönche zurück, 1803 kommt Bronnbach an die Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und wird aufgelöst. Die Klosterkirche wird Pfarrkirche, die Anlage als Schloss und Brauerei genutzt. 1986 wird der Main-Tauber- Kreis Besitzer des Klosters, der es aufwändig saniert.

Link: http://www.kloster-bronnbach.de/

Ausflüge in die Nähe: Gamburg (7km), Burg Wertheim (9km), Henneburg (20km), Collenburg (28km), Burg Freudenberg (28km), Mildenburg (30km), Kloster Engelberg (33km), Kapelle Amorsbrunn (40km), Gotthardruine (41km), Schloss Mespelbrunn (41km), Wildenburg (43km), Burg Wildenstein (43km)