Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: davor
Café/Restaurant: davor
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Busdorfkirche liegt am Rande der Altstadt von Paderborn
Anfahrt: Parken in der Stadt

Wenn man von der Altstadt auf die Busdorfkirche zugeht, wirkt sie zu- nächst mit der barocken Vorhalle wie eine Jesuitenkriche, die älteren Bau- elemente fallen erst nach und nach auf.
Der Kirchenraum ist leider mit einem Gitter versperrt. Nur in der Ferne sieht man den Chor, wo vielleicht die Gebeine des Bischofs Meinwerk in seinem Sarkophag liegen - abzüglich der Teile, die in der Domkrypta bestattet sind.
Die Säulen sind in einer blutroten Backsteinimitation bemalt, die Decke mit türkisem Muster, das in den schrägen Sonnenstrahlen leuchtet, dazwischen zierliche rote Weinblätter. Diese ungewöhnlichen Farben sehen toll aus!
Nördlich der Kirche befindet sich eine hübsche gotische Kapelle, an der justifyfiller





Kirchenmauer sind aussen mehrere Abflüsse eingelassen, vielleicht als Weihwasserspender für die Aussätzigen.
Das Tollste aber ist der südlich der Kirche gelegene roma- nische Kreuzgang, mit zahlreichen verwitterten Säulen.
Von hier aus sieht man auch die beiden runden Ost- türme der Busdorfkirche am besten. Der Kreuzgang ist justifyfiller
bis in die Abendstunden als Fussgängerdurchgang geöffnet. Wie schön muss das sein, hier auf dem täglichen Heimweg durchzugehen!

Fazit: Der Kreuzgang ist das tollste an dieser Kirche, die mit ihrem Stilmix von überall unterschiedlich wirkt. Direkt gegenüber lag mein Hotel, in dem jedes Zimmer mit einem archäologischen Fund des Areals geschmückt ist - in meinem ein alter, verschnörkelter Schlüssel. Deswegen hatte ich das Ho- tel gewählt und dafür sogar ein Nichtraucherzimmer in Kauf genommen…

Geschichte: Der Paderborner Bischof Meinwerk investiert viel, um das ver- armte Bistum wieder zu stärken. So lässt er 4 Kirchen in Kreuzform um den Dom erbauen, eine davon im Busdorf, außerhalb der Stadtmauer.
1033 schickt er Abt Wino von Helmarshausen nach Jerusalem, um den Bauplan der zerstörten Grabeskirche festzustellen. Diese Aufzeichnungen justifyfiller





dienen als Grundlage für den Bau der Petrus und An- dreas geweihten Kirche, die als Jerusalemkirche bekannt ist und sowohl Pfarrkirche für das Busdorf, als auch die Stiftskirche des 1036 fertiggestellten Stiftes wird.
Die ursprünglich achteckige Kirche wird bereits ab 1060 von dem Neffen Bischof Meinwerks zu einer Basilika um- justifyfiller
gebaut, die heutigen Rundtürme über dem Chor sind das Westwerk der ersten Kirche. Im 12. Jhrd wird Busdorf nach Paderborn eingegliedert.
Im 13. Jhrd wird die Kirche durch eine Brand zerstört, das heutige gotische Kirchenschiff entsteht. Im 17. Jhrd erfolgt der Bau des barocken West- portals. In der Säkularisation wird das Stift aufgelöst, die Stiftskirche wird Pfarrkirche. 1810 gelangt der Sarkophag mit Bischof Meinwerks sterblichen Überresten aus der Abdinghofkirche in den Chor der Busdorfkirche.
Im 2. Weltkrieg erleidet sie Schäden, die erst 1953 beseitigt werden, in den 1980er Jahren wird der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.

Link: http://www.liborius-paderborn.de/liborius/index.phtml[...]

Ausflüge in die Nähe: Abdinghofkirche (0,5km), Bartholomäuskapelle Paderborn (0,5km), Gaukirche Paderborn (0,5km), Dom Paderborn (0,5km), Wewelsburg (21km), Externsteine (22km)