Eintritt: keiner, ausser für die Schwimmbäder
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: an S-maar und G-maar
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Dauner Maare (Gemündener/ Weinfelder/ Schalkmehrener Maar) liegen nahe Daun in der Vulkaneifel, ca. 63 km von Trier entfernt
Anfahrt: Parken an jedem Maar oder Wanderparkplatz, von dem man alle Maare zu Fuss erreicht. Umrundung: G-Maar 2.36 km/ 24.5 min, W-Maar 2.20 km/23.1 min, S-Maar 2.84 km/28.3 min

Wenn man in die Osteifel verliebt ist, ist man ganz erstaunt, wie anders die Gegend hier wirkt. Die drei Dauner Maare liegen nahe beieinander, und doch sind sie alle ganz unterschiedlich.
Das Weinfelder Maar, von sanft ansteigenden Wiesen und einem kleinen Wäldchen umgeben und von einer bezaubernden schlichten Kapelle mit Friedhof (daher sein Name "Totenmaar") gekrönt, hat am Ufer leuchtend türkises Wasser, und ist am stillsten. Grüne Natur, blauer See und blauer justifyfiller





Himmel, und dazwischen blitzt immer wieder das weiße Kirchlein auf. Am Ufer des Gemündener Maar liegt ein kleiner Ort, hier wirkt das Maar gemütlich und ländlich wie ein Dorfsee in den Bergen. Von der Terrasse des Schwimmbades hat man einen schönen Blick auf Ort und See, am gegenüberliegenden Ufer steigt man steil justifyfiller
nach oben, auf den Kamm, der Gemündener Maar von Totenmaar trennt.
Das Schalkmehrener Maar liegt inmitten dichten Waldes, fast etwas un- heimlich. Auf verwildertem Uferpfad schlängelt man sich einmal um das Maar herum. Den tollsten Blick auf die Maare hat man wohl von dem Dronketurm am Mäuseberg, den ich leider nicht gefunden habe.

Fazit: Die Dauner Maare sind wundervoll, man sollte unbedingt genug Zeit und Kraftreserven für eine Wanderung um alle drei Seen herum einplanen; die Natur und Stimmung hier ist herrlich! Empfehlenswert!

Geschichte: Maare entstehen, wenn – kaltes – Oberflächenwasser in den Boden einsickert und dort auf heisses Magma trifft. Dadurch entsteht eine Gasexplosion, bei der grosse Mengen Tuffgestein (selten bis nie Magma) justifyfiller





ausgeworfen werden (im Gegensatz zu den Kraterseen, die mit Wasser vollgelaufene Kessel eines ehemaligen Vul- kans sind).
Daher sind Maare auch eher in der flachen Landschaft eingebettet und befinden sich nicht – wie Kraterseen – auf der Höhe eines Vulkankegels.
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Die drei Dauner Maare (die eigentlich sechs sind, jedoch sind Gemündener Maar, Schalkmehrener Maar und Weinfelder Maar die einzigen, die mit Was- ser gefüllt sind) entstehen vor ca. 10.500 Jahren, die Wälle aus aufge- worfenem Tuffstein um die Maare sind teilweise noch erhalten. Im Laufe der Jahrtausende füllen sich die Explosionskrater mit einsickerndem Grund- wasser und die Seen entstehen.
Heute sind grosse Teile der Maare als Naturschutzgebiet ausgewiesen, bis auf das Hochmoor am Gemündener Maar jedoch für Besucher zugänglich.
Das Weinfelder Maar wird auch Totenmaar genannt. Der Name stammt von einem, unmittelbar am Ufer des Sees gelegenen Friedhofs mit kleiner Kapelle.
Die Fundamente der Kirche stammen aus römischer Zeit, möglicherweise sind sie auf einem keltischen Heiligtum errichtet. Die Pfarrei Weinfeld wird im justifyfiller





8. Jhrd. erstmals erwähnt, die ältesten Teile der heutigen Kirche stammen aus dem 14. Jhrd. Spätestens ab dieser Zeit ist Weinfeld ein bedeutender Ort, zu dessen Pfarrei mehrere umliegende Dörfer gehören.
Die heutige Kapelle ist die Pfarrkirche des Dorfes, das jedoch im 16. Jhrd. nach einer Pestepidemie wüst fällt.
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Die Häuser des verlassenen Ortes werden von den Bewohnern der Um- gebung als Steinbruch, die Kirche noch bis 1726 als Pfarrkirche der um- liegenden Dörfer genutzt.
In der Folge verfällt sie jedoch, wird zu Beginn des 19. Jhrds. wegen Bau- fälligkeit gesperrt. Die Schalkmehrer Bevölkerung lässt sie im ausgehenden 19. Jahrhundert restaurieren; sie wird heute als Friedhofskapelle für die Schalkmehrer Bewohner genutzt.

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