Eintritt: Burgen frei, das Burgmuseum kostet 1 €
Führung: keine
Hotel: keine
Café/Restaurant: Caféterrasse mit SB
Info: ab 2,50 €
Souvenirs: keine
Lage: Die Dahner Burgengruppe liegt in Dahn in der Südwestpfalz, ca. 36 km von Landau entfernt
Anfahrt: Parkplatz im Wald unterhalb der drei Burgen, 5 Minuten Fussweg bergauf

Die Dahner Burgengruppe setzt sich aus den Burgen Altdahn, Tanstein und Grafendahn zusammen, die so dicht nebeneinander auf dem Felsen liegen, dass man ihre Ruinen auch für eine Burg halten kann. Aber dann für eine sehr grosse und mächtige.
Schon die übriggebliebenen Ruinen sind beeindruckend, im kleinen, sehr hübsch gemachten, Burgmuseum steht ein Modell der gesamten Anlage. Wow! Die Burgen müssen gigantisch ausgesehen haben!
Aber auch als Ruinen sind sie noch toll genug. Die Burgengruppe zieht sich justifyfiller





über den langen, schmalen Felsen, gemauerte Überreste der Gebäude schmiegen sich unvermittelt an den rohen, roten Sandstein, man balanciert über den Burgfelsen wie ein Seiltänzer und nach unten geht es steil ins Tal.
Um auf den Turm zu gelangen, muss man eine Metall- leiter in einem engen Schacht erklimmen, der Wind pfeift justifyfiller
hier zugig hindurch und rüttelt energisch an der ganzen Angelegenheit. Den Ausblick hat man sich verdient!
Einige ausgewaschene „Zimmer“ haben sich im Fels erhalten, sie wirken eher wie steinzeitliche Höhlen als mittelalterliche Räume. Alle Burgteile und Gebäude sind mit erklärenden Schildern versehen; ohne diese würde man nicht so recht mitbekommen, wo eine Burg anfängt und die nächste auf- hört. (nee, andersrum...).
Am Fusse der Burganlage gibt es einen Kiosk, der als SB Station die kleine Terrasse versorgt, dort sitzt man teetrinkend und ist noch immer ganz beeindruckt.

Fazit: Der Besuch der Dahner Burgengruppe ist ein absolutes Muss! Am besten geht man zuerst in das Burgmuseum und sieht sich das Modell an. justifyfiller





Mit diesem Bild vor Augen ist es nochmals faszinierender durch die Ruinen zu streifen und sich vorzustellen, wie unglaublich eng, schmal und kompakt die drei Burgen einst auf dem Felsen thronten! Empfehlenswert

Geschichte: Burg Tanstein (vom Eingang links) ist die justifyfiller
älteste der drei Burgen; sie wird im 12. Jhrd.als Reichslehen auf der Anlage einer frühmittelalterlichen Burg errichtet und gilt als die Stammburg der Ritter von Dahn. Burg Altdahn (vom Eingang rechts) wird im frühen 13. Jhrd. erbaut, Burg Grafendahn (in der Mitte) folgt 1287.
Ursprünglich wurden jedoch alle Burgteile als „Burg Than“ bezeichnet, erst ab 1327 sind die 3 Burgen unterschiedlich benannt.
Zu Beginn des 13. Jhrd. schenkte der König die Burg Dahn dem Speyerer Bischof, der nun Lehensherr ist.
Zunächst teilt sich das Geschlecht der Ritter von Dahn die drei Burgen, infolge einer Erbstreitigkeit jedoch gelangen 1339 die Grafen von Sponheim in den Besitz der Burg Grafendahn, die sie bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1437 verstärken.
Die Burg geht dann in den Besitz der Markgrafen von Baden, die sie 1468 justifyfiller





an den Pfalzgrafen verpfänden, um sich aus Gefangen- schaft freizukaufen. Die Herren von Fleckenstein sind 1578 Besitzer der Burg, ab 1641 die Freiherren von Wal- denburg.
Ende des 15. Jhrd. wird die Anlage jedoch bereits als verfallen bezeichnet. Altdahn und Tanstein verbleiben bis justifyfiller
zum Aussterben der Familie zu Beginn des 17. Jhrd. im Besitz der Dahner Ritter. Heinrich XIII. von Dahn auf Tanstein war ein Anhänger des Franz von Sickingen; demzufolge wird die Burg 1525 kampflos an die über- mächtigen Trierer Truppen übergeben, die sie bis 1544 besetzt halten.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg werden die 3 nicht mehr bewohnten Dahner Burgen 1689 von den Franzosen zerstört, und dienen der Bevölkerung als Steinbruch. 1877 wird mit ersten Restaurierungsarbeiten begonnen, die bis heute andauern. Die Dahner Burgengruppe befindet sich heute im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz.

Link: http://ceres.informatik.fh-kl.de/bsa/objekt.php?oid=00056

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