Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: Wanderhütte am Parkplatz
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Burg Drachenfels liegt bei Busenberg in der Südwestpfalz, ca. 31 km von Landau entfernt
Anfahrt: Waldparkplatz unter der Burg, 5 Minuten Fussweg

Burg Drachenfels ist eine typische Pfälzer Felsenburg: Auf den ersten Blick mehr Felsen als Burg, erst bei genauerem Hinschauen entdeckt man, dass doch nicht alles "Natur" ist. Auch wenn die Konkurrenz anderer Pfälzer Bur- gen gross ist: ich glaube der Panoramablick vom Drachenfels ist tatsächlich der grandioseste von allen. Obwohl, andererseits... Anyway. Von hier sieht man die Dahner Burgengruppe auf einem entfernten Gipfel, bis zum Ho- rizont wächst ein kegeliger Berg neben dem anderen.
Auch wenn nur noch recht wenige gemauerte Burggebäude erhalten sind, tut das dem Eindruck der Burg Drachenfels keinen Abbruch. Der Felsen ist justifyfiller





lang und schmal, Gänge und Treppen wirken wie aus dem Sandstein herausgewaschen. Man balanciert über freischwebende Metalltreppen, steile Aufstiege führen zu wieder anderen Plattformen.
Der höchste steile Felsen war früher mit dem Bergfried ummantelt. Man kann sich das kaum vorstellen; wo ha- justifyfiller
ben hier denn auch noch Mauern Platz gehabt? Ein Raum ist erhalten, er gleicht eher eine Höhle als etwas von Menschenhand geschaffenem, auf Kniehöhe befinden sich 3 grosse Löcher in der Aussenwand – Fenster, die den Blick auf tief untenliegende Baumwipfel freigeben. Es ist surreal, fast als bewegt man sich in einem versteinerten Lebewesen, das seit Jahrmillionen ausgestorben ist. Am Waldparkplatz gibt es eine Hütte des Pfälzer Wander- vereins, spärliche Auswahl, SB, kein Blick, aber in dieser reizarmen Um- gebung kann man sich wieder an die Realität akklimatisieren.

Fazit: Drachenfels ist eine Zeitreise weiter als ins Mittelalter mit viel Kletter-Spass und sensationeller Natur! Empfehlenswert.

Geschichte: Burg Drachenfels wird wohl um 1200 erbaut, möglicherweise als Grenzburg der Abtei Klingenmüster, Mitte des 13. Jhrd. erfolgt die erste justifyfiller





Erwähnung der Ritter von Drachenfels. Bei der Belage- rung der nahe gelegenen Burg Berwartstein im Jahre 1314 erleidet auch Burg Drachenfels starke Beschädi- gungen; die Besitzer werden nun Raubritter, Strassbur- ger Truppen nehmen die Burg 1335 ein, zerstören sie.
Der Wiederaufbau Ende des 14. Jhrd. nötigt die Ritter justifyfiller
vom Drachenfels, die Burg zu verkaufen. Als Ganerbenburg hat sie zu Be- ginn des 16. Jhrd. 25 Besitzer-Familien, die Ausbauten und Erweiterungen vornehmen.
Im Ritterkrieg der Jahre 1522/23 - angeführt von Franz von Sickingen (ebenfalls einer der Besitzer des Drachenfels) gegen die fürstlichen Landes- herren - wird die Burg von Trier, Hessen und der Pfalz zerstört, der Wieder- aufbau verboten. Ende des 18. Jhrd. vergibt der Kurfürst Drachenfels als Lehen an die Grafen Eckbrecht v. Dürkheim, um sie wiederaufzubauen. Dies geschieht nie; aus ihren Steinen wird das „Schlösschen“ in Busenberg erbaut. Seit 1820 gehört die Drachenfels-Ruine der Gemeinde Busenberg.

Link: www.annweiler.de/

Ausflüge in die Nähe: Burg Berwartstein (5km), Dahner Burgengruppe (5km), Burg Landeck (17km), Wehrkirche St. Martin (18km), Burg Trifels (20km), St. Peter und Paul (21km), Madenburg (22km), St. Ulrich (23km), Burg Fleckenstein (24km), Hambacher Schloss (44km)