Eintritt: 6 €, Fotoerlaubnis 5 €
Führung: finden statt
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: vorhanden
Info: Broschüre ab 3,50 €
Souvenirs: Museumsshop
Lage: Schloss Eutin liegt ca. 38 km von Lübeck entfernt
Anfahrt: Parken davor

Ich habe Schloss Eutin mit grossem Familientreffen-Ausflug besucht, des- halb hat uns der Bus etwas ausserhalb abgesetzt. Auf einer wunderschön- en Allee führte unser Weg zum Schloss, am Ufer des grossen Eutiner Sees mit Blick auf die Fasaneninsel im Nebel.
Von aussen ist Schloss Eutin ein eher schlichter norddeutscher Backstein- bau von Wassergraben und Blumen umgeben, doch wenn man durch das Tor in den Innenhof tritt, denkt man, man betritt eine andere Welt.
Leuchtend gelbe Fassaden, schönes Pflaster, ein Brunnen mit grünlichem Wasser - auf einmal fühlt man sich 1500 km weiter südlich. Die teilweise original eingerichteten Innenräume sind nur mit Führung zu betreten (und justifyfiller





da kann man an einen Guide geraten, der seinen Bil- dungsauftrag so ernst nimmt, dass er auch Erwachsene energisch darauf hinweist, still zu sein und zuzuhören...). Die Räume sind in unterschiedlichen Farben und Stilen eingerichtet, einige überladen kitschig, andere aber, wie das Zimmer mit der dunkellila Tapete, das mit den tür- justifyfiller
kisfarbenen Blumenpanelen oder der Küchenraum mit weiss-blauen Delfter Kacheln sind toll. Schade, das wir keine Zeit hatten, auf der Terrasse des Cafes im gelben Innenhof zu sitzen und den ausgedehnten Schlosspark zu sehen; das bisschen, das mir ins Auge sprang, lässt, zusammen mit See und Bäumen, die Natur hier mindestens so schön wie das Bauwerk wirken.

Fazit: Auch wenn ich in den meisten Innenräumen nicht leben wollte: Sehenswert sind sie allemal, die Lage ist sensationell. Da das Schloss keine Heizung hat, ist es nur im Sommer geöffnet.

Geschichte: Um Konflikten mit den Lübecker Bürgern aus dem Weg zu gehen, erbauen die Lübecker Erzbischöfe in der Mitte des 12. Jhrds in Eutin ihre Residenz, aus der bald eine erste Burganlage entsteht. Ab 1310 dient sie als bischöflicher Wohnsitz, der Bischofssitz bleibt in Lübeck.
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Im 15. und 16. Jhrd wird die Burg zu einem Renais- sanceschloss umgebaut. Ab 1586 ist Eutin im Besitz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf, die nun auch die Fürstbischöfe stellen. Am Ende des 17. Jhrds wird das Schloss durch einen Brand schwer beschädigt und ab 1716 als barocke Residenz wieder aufgebaut.
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1773 gelangen die Bischöfe in den Rang des Herzogs, später Großherzogs von Oldenburg. Ab 1803 residieren dsie im Oldenburger Schloss, Eutin wird nur noch als Sommerresidenz genutzt. 1918 dankt Großherzog Friedrich August II von Oldenburg ab, das unbewohnte Schloss wird in ein Museum umgewandelt. In den beiden Weltkriegen entstehen keine Schäden am Schloss, doch werden ab 1943 grosse Mengen Flüchtlinge aus dem Osten einquartiert, die bis in die 50er Jahre hier leben, ehe sie eigenen Wohnraum erhalten. Nach Restaurierungsarbeiten wird das Museum in den 1960er Jahre wiedereröffnet. Ende des 20. Jhrds übergibt die fürstliche Familie das Schloss einer Stiftung, es folgt eine aufwändige Sanierung.

Link: http://www.schloss-eutin.de/index.htm

Ausflüge in die Nähe: Basilika Altenkrempe (21km), Lübecker Dom (38km), Heilig-Geist-Hospital (38km), Marienkirche Lübeck (38km)