Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: im "Ort"
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Kloster Frauenalb liegt m Schwarzwald, ca 25 km von Karlsruhe entfernt
Anfahrt: Parken davor

Die Ruine Frauenalb liegt in einem schmalen Tal, ca 8 Häuser gruppieren sich darum und machen es zu einem "Ort"... Die Türme der ehemaligen Klosterkirche ragen weit sichtbar über die Baumwipfel.
An einem Wochentag treffe ich hier keine Besucher, daher wohl hat das Museum neben der Ruine geschlossen. Schade. Die Reste des Klosters sind echt beeindruckend, dicke rohe Mauern, die mit Backstein nachge- mauerten Arkadenbögen vielleicht zur Nutzung als Bierbrauerei entstanden. Um die Absätze der Türme wächst hoch oben untere den Dächern Gras, die Nische einer Heiligenfigur über dem Tor ist leer; Kaputtbarock gefällt mir justifyfiller





ja schon. Der ehemalige Kreuzgang ist als Rasenquadrat sichtbar, einzelne Gebäude der früheren Klosteranlage sind erhalten, das kleine Abthäuschen ist süss.
Von hier bin ich weitergefahren nach Bad Herrenalb zu der Klosterruine mit ihrem romanischen Paradies. Bis dorthin ist der Schwarzwald noch sanftmütig, was meine justifyfiller
Stimmung nicht mehr war, als ich in B.H. ankam: (wohl wg. Konjunk- turpaket II) ist das Paradies komplett eingerüstet und gesperrt; weder Stadt noch Kirche meinen das auf ihren Internetseiten erwähnen zu müs- sen. Dementsprechend ungnädig war ich dann auch dem Ort gegenüber, dessen skurrile aussterbende Welt der Kurorte mit Stützstrumpf- geschäften, Coiffeuren und tatsächlich wochentagsnachmittags Tanztee im Kurpark mich ansonsten begeistert hätte.
Versöhnt hat mich dann der Weg nach Baden-Baden: Die Schwarz- waldhöhenstrasse ist eine der schönsten Strecken, die ich je gefahren bin, spektakuläre Ausblicke zwischen tiefsten dunklen Nadelwäldern, Lotharwun- den und kleine Obstwiesen. Die Strasse möchte ich mal am Stück fahren!

Fazit: Die Klosterruine Frauenalb ist ein schönes Erlebnis, Stille und Natur justifyfiller





sind toll, und wenn man in den Schwarzwald fährt (sehr zu empfehlen), sollte man diesen Besuch planen.

Geschichte: Um 1180 gründen Eberhard III. von Eberstein mit seiner Mutter das Benediktinerinnen-Kloster Frauenalb als Freiadelsstift, seine Schwester wird die er- justifyfiller
ste Äbtissin. In den folgenden Jahrhunderten erlangt Frauenalb rasch Wohlstand. 1387 werden die badischen Markgrafen Schirmherren des Klosters. 1598 hebt Markgraf Ernst Friedrich im Zuge der Reformation Frauenalb auf, begründet in dem angeblichen "Verfall der Sitten".
Im 30jährigen Krieg kommen Benediktinerinnen aus dem Stift Urspring in das nun wieder katholische Frauenalb, das Kloster wird barock ausgebaut. 1803 wird es aufgehoben und badischer Staatsbesitz. Zunächst Militär- lazarett nutzen ab 1819 Fabriken die Abtei, Brände richten weiteren Scha- den an. 1960 wird die Stiftung Frauenalb gegründet, die das Kloster erwirbt und sich um seinen Erhalt kümmert.

Link: http://www.klosterpfad.de/frauenalb.cfm

Ausflüge in die Nähe: Burg Alt-Eberstein (26km), Burg Hohenbaden (27km), Kloster Hirsau (38km), Kloster Maulbronn (43km)