Eintritt: Nur mit Führung, Sonntags, 5 €
Führung: ja
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Gamburg liegt in Gamburg an der Tauber, ca 16 km unterhalb von Wertheim
Anfahrt: Parken direkt unterhalb der Burg

Nur wenige Kilometer hinter Kloster Bronnbach liegt die Gamburg an der - auch hier unsichtbaren - Tauber. Da die Burg privat bewohnt wird und nur ab und zu zur Besichtigung geöffnet ist (Infos auf Internetseite der Burg), ist die Beschilderung eher frugal. Die Strasse "Burgweg" ist die richtige Auffahrt, kleiner Parkplatz vor einem Fachwerkgebäude.
Die Führungen werden vom Burgbesitzer gehalten und beginnen zunächst im wunderschön romantischen Garten. Vom Hof, eingerahmt von Bergfried und Renaissancebauten geht es in den romanischen Bau, der grade re- stauriert wird. Hier hat man bei Elektroarbeiten zufällig ein Wandgemälde justifyfiller





aus der Kreuzzugszeit entdeckt; bei den Freilegungs- arbeiten kamen die tollsten romanischen Arkadenfenster zum Vorschein, die einen "stimmungsvollen" Blick in das moderne Badezimmer der angrenzenden Wohnung ge- statten. Die Doppelarkaden sind wirklich spektakulär, man stelle sich vor: man verlegt eine Leitung und auf justifyfiller
einmal hat man die Wände voll romanischer Schmuckstücke! Der Hausherr erzählt sehr aufschlussreich auch über die Schwierigkeiten, als Privat- mensch mit so einem Haus umgehen zu dürfen/müssen.
Allerdings habe ich mich etwas blamiert, als ich nämlich auf eine seiner Bemerkungen über den Denkmalschutz in Bawü sagte "Aber wieso, wir sind doch hier in Bayern!" Aua, der Blick hat wehgetan. "Wo kommen SIE denn her???" Die Landesgrenzen sind hier aber auch sehr verwurstelt muss ich zu meiner Ehrenrettung sagen...

Fazit: Eine schöne Burg, die zwar nicht gar so wehrhaft aussieht, aber mit diesem grosartigen romanischen Bau eindeutig eine Sensation, und die Führung aus erster Hand ist sehr interessant!.

Geschichte: Die Gamburg wird im 12. Jhrd erbaut, es gab wohl eine justifyfiller





Vorgängerburg. Sie kommt als Schenkung an das Erz- bistum Mainz, das 1157 Beringer von Gamburg mit der Burg belehnt. Sie wird als Grenzfestung zum Gebiet des Bistums Würzburg ausgebaut. In dieser Zeit entstehen auch die Wandmalereien im Palas, die wohl Szenen des 3. Kreuzzugs, an dem ein Gamburger teilgenommen hat, justifyfiller
darstellen. Bereits in der Mitte des 13. Jhrds sterben die Beringer von Gam- burg aus, die Burg wird von Mainz als Lehen neu vergeben, u.a. an Heinrich von Salza. Im Bauernkrieg rettet Götz von Berlichingen die Burg vor Plün- derung und Zerstörung.
1546 gelangt die Gamburg an Eberhard Rüdt von Collenberg, im Tausch erhält Mainz seine Besitzungen bei Mainz und Oppenheim. Nach seinem Tod teilen sich seine Schwiegersöhne das Erbe; verschiedene Besitzer folgen. 1980 kauft Baron von Mallinckrodt die Gamburg, 2 Jahre später werden bei Restaurierungsarbeiten die Wandgemälde und die romanischen Doppel- arkaden entdeckt.

Link: http://www.gamburg.de/burg%20.html

Ausflüge in die Nähe: Kloster Bronnbach (7km), Burg Wertheim (16km), Henneburg (30km), Burg Freudenberg (35km), Kloster Engelberg (37km), Mildenburg (37km), Collenburg (39km), Kapelle Amorsbrunn (42km), Gotthardruine (43km), Wildenburg (45km), Schloss Mespelbrunn (48km), Burg Wildenstein (50km)