Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: in der Stadt
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Gaukirche liegt in der Altstadt von Paderborn
Anfahrt: Parken in der Stadt

Die Gaukirche liegt direkt gegenüber des Doms, von diesem nur durch ei- nen grossen Parkplatz getrennt. Von weitem schon sticht der monumen- tale, achteckige Turm ins Auge, die eigentlichen Kirchengebäude übersieht man dabei fast - auch weil der barocke Haupteingang eingerüstet war.
Was an dem Turm aussieht wie massive Kalksteinblöcke und was ihm die Anmutung eines Solitärs verleiht, ist in Wirklichkeit ein erst 2011 aufge- tragener und geritzter Verputz; ursprünglich ist er ebenso wie das Kirchen- gebäude aus Bruchkalkstein gemauert. Und ebenso wie beim Westturm des Doms frage ich mich auch hier, was da wohl drinnen ist. Man findet es nicht heraus. Solange der Haupteingang verschlossen ist, betritt man die ausgemalt, nur die rot-weissen Bögen am schönen Gewölbe und justifyfiller





Kirche durch das in den 1880er Jahren eingefügte Nord- portal. Der Innenraum ist zurückhaltend grau-weiss aus- gemalt, nur die rot-weissen Bögen am schönen Gewölbe und Seitenschiffen stechen daraus hervor.
Beim Schlendern findet man hübsche Details; das ro- manische Westportal in der Vorhalle, das berühmte Ga- justifyfiller
belkreuz in der schwarz-weiss ausgemalten Kreuzkapelle, im südlichen Quer- haus steht ein Schrein mit einer Reliquie des Bischofs Ulrich sowie ein Schä- del eines der Märtyrer der Thebäischen Legion.

Fazit: Eine schöne romanische Kirche mit einmaligem Turm. Schön auch ihre Lage am Markt, umgeben von Häusern und Leben; irgendwie merkt man, dass sie von Anfang an eine Kirche für das Volk war.
Und von hier ging es in ein paar Schritten zur CREDO-Ausstellung wegen der ich ja in Paderborn war und für die ich auch ins Gewerbegebiet von Castrop-Rauxel gefahren wäre - die grossartigste Ausstellung die ich je ge- sehen habe. So viele unfassbar schöne Dinge auf einem Haufen; einiges kannte ich schon von Konstantin in Trier und Otto in Magdeburg; und vor vielem anderen stand ich mit offenem Mund und Tränen in den Augen… justifyfiller





Geschichte: Bereits spätestens im 9. Jhrd steht hier ein Vorgängerbau, errichtet als St. Ulrich geweihte Pfarr- kirche "des Volkes des Padergaus" im Unterschied zum gegenüberliegenden Dom als Bischofskirche.
Vermutlich am Ende des 12. Jhrds wird der heutige Bau errichtet, eine urkundliche Erwähnung findet sich 1183. justifyfiller
1229 wird direkt angrenzend von Hermman von Waldeck ein Nonnen- kloster der Zisterzienser erbaut, so wird die Gaukirche zur Klosterkirche; zu dieser Zeit ist auch der Name "Gaukirche" erstmals erwähnt.
Zu Beginn des 16. Jhrds ziehen Benediktinerinnen ein. Im 18. Jhrd wird die Kirche barock umgebaut. 1810 wird das Kloster säkularisiert, in den 1880er Jahren entstehen neugotische Umbauten an der Kirche, die jedoch 1938 wieder entfernt werden. Im Zweiten Weltkrieg wird sie bei Luftangriffen beschädigt, ab 1947 wieder aufgebaut. Heute ist sie dem Heiligen Ulrich geweihte katholische Pfarrkriche.

Link: http://www.liborius-paderborn.de/liborius/index.phtml[...]

Ausflüge in die Nähe: Abdinghofkirche (0,5km), Bartholomäuskapelle Paderborn (0,5km), Busdorfkirche Paderborn (0,5km), Dom Paderborn (0,5km), Wewelsburg (21km), Externsteine (22km)