Eintritt: 4,50 €
Führung: Mo+Fr 14 Uhr, Sonderführung a. Anfrage
Hotel: keine
Café/Restaurant: unten am Parkplatz
Info: ab 3,00 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Das Hambach Schloss liegt bei Hambach, einem Stadtteil von Neu- stadt an der Weinstrasse
Anfahrt: Kostenpflichtiges Parken unterhalb der Burg, Fussweg ca. 5 Minuten

Ich hatte vor meinem Besuch versäumt, im Internet zu recherchieren, und war so am Tag des „Hambacher Bikertreffens“ auf dem Schloss. Vom Lärm der Motorräder abgesehen, war das aber ganz pittoresk.
Das Schloss selbst ist eher kompakt, was auch daran liegt, dass man – aus- ser einem leeren modernen Saal- nur die Räume der Ausstellung betreten kann. Die aber ist sehr gut gemacht; „Ein Fest für die Freiheit“, viel Multimedia und interessante Exponate.
Nebenan ist noch eine kleine Ausstellung zur Baugeschichte des Schlosses justifyfiller





mit einigen sehr schönen Modellen. Von hier aus gelangt man auch auf den Turm, der einen phantastischen Aus- blick bis zum Odenwald bietet. Von der alten Burg beein- druckt ein riesiger Teil der Schildmauer, im Wald steht ein mächtiger Turm.
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Fazit: Man findet hier keine wilde Raubritter-Burg, aber das Hambacher Schloss ist einen Besuch wert, hier ergänzen sich die Elemente der alten An- lage mit denen des Neuaufbaus des 19. Jhrds ganz harmonisch für mein Empfinden, und die „Wiege der Demokratie“ in Deutschland muss man be- sucht haben. Schade nur, dass man im Cafe am Parkplatz keinen Blick hat.

Geschichte: Zu Beginn des 11. Jhrd. wird das Hambacher Schloss als Kästenburg (wegen der nahen Kastanienwälder) durch die salischen Kaiser erbaut, wo sich einst eine römische Siedlung und vielleicht ein germanischer Wotanstempel befand.
Um 1100 gelangt sie durch Schenkung in den Besitz des Bistum Speyer und gilt als eine der wichtigsten Burgen der Speyerer Bischöfe. Sie setzen Ministerialen ein, die sich von Kestenburg nennen. In den nächsten 200 justifyfiller





Jahren wird die stark befestigte Burg bevorzugter Auf- enthaltsort der Bischöfe, doch im 15. Jhrd. schwindet ihre Bedeutung, 1525 wird sie im Bauernkrieg ge- plündert. Notdürftig instandgesetzt wird die Kästenburg Forstsitz, 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen endgültig zerstört. 1816 gelangt sie an das justifyfiller
Königreich Bayern, dann an Bürger aus Neustadt. Aam 27.5.1832 findet hier die erste Volksversammlung in der deutschen Geschichte statt, das Hambacher Fest, zum 1. Mal wird die schwarz-rot-goldene Flagge ge- schwungen. 1842 wird die Kästenburg dem bayrischen Kronprinzen geschenkt, ihm zu Ehren in „Maxburg“ umgenannt. Ab 1844 beginnt er, die Ruine neugotische aufzubauen, die Arbeiten werden jedoch nach 1846 eingestellt. 1952 kommt das Schloss in den Besitz des Landkreises Neustadt, erste Erhaltungsmassnahmen beginnen. 2002 gelangt es in die Stifung Hambacher Schloss, deren Träger u.a. das Land Rheinland-Pfalz ist. Aktuell wird das Schloss aufwendig restauriert.

Link: www.hambacher-schloss.de/

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