Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: 3 € in die "Kasse des Vertrauens"
Souvenirs: Postkarten
Lage: Die Kirche liegt im Ortskern vom Armsheim in Rheinhessen, ca. 28 km von Mainz entfernt
Anfahrt: Parken im Ort, 2-3 Minuten Fussweg

Als "schönste Dorfkirche Rheinhessens" ist Heiligblut an Sonntagen ge- öffnet, obwohl es eine evangelische Kirche ist. Und obwohl Armsheim ein Dorf ist, hat die Kirche nichts von der rustikalen Bescheidenheit, die man gemeinhin mit Dorfkirchen assoziiert. Ihre eindrucksvolle Silhouette mit dem imposanten Turm und dem steilen Chor, der weit über das Langhaus ragt, verrät ihre einstige Bedeutung als Wallfahrtskirche.
Auf der Gründungstafel über dem Eingang halten zwei Engel den Kelch mit dem Heiligen Blut; doch wie diese Reliquie im 15. Jhrd hierher kam, kann ich in keiner einzigen Quelle finden. Im Kircheninneren fallen die ungewöhnlich justifyfiller





farbenfrohen Blumen am Gewölbe auf, sie sind nach den Originalen im 19. Jhrd erneuert; die Farben auf dem schönen Kanzelfuss sind wohl noch echt.
Von der Empore blickt man in das blau-rote Kirchenschiff und auf die reichlich vergoldete Stumm-Orgel, die in kei- ner richtigen rheinhessischen Kirche fehlen darf.
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Im Kirchhof finden sich einige schöne Grabsteine, unter ihnen auch derjenige des Armsheimer Täubchens, das zur bekannten Erzählung im "Deutschen Sagenbuch" inspiriert hat.
Leider wirkt der Ort etwas ausgestorben, kein Café, keine Menschen. Angeblich war das mal der am besten befestigte Ort des Nahegaus, und angeblich gibt es noch unterirdische Gänge dieser Befestigung. Darüber wüsste ich gerne mehr.

Fazit: Nur die Windräder ragen höher über die Weinberge Rheinhessens als der mächtige Turm der Heiligblut-Kirche; ein faszinierender Anblick aus nahezu jeder