Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: oberhalb von Heinsheim ca 20 km von Heilbronn entfernt
Anfahrt: Parken davor

An der Strasse von Bad Rappenau nach Gundelsheim steht im Feld ein kleines Schild: "Bergkirche 9. Jahrhundert". Ehe ich mich schon richtig wundern kann bin ich lange dran vorbei. In Gundelsheim recherchiere ich schnell vom Smartphone, was es mit dieser Kirche auf sich hat. Leider evangelisch, denke ich; also nicht geöffnet.
Auf dem Rückweg nach Bad Wimpfen biege ich aber doch ab, ein winziger Weg an Feldern und Gärten, dann ist Schluss. Ich steige aus, der Fussweg macht eine Kurve und inmitten von Obstbäumen steht die bezaubernd kompakte Kirche. An den ersten beiden Türen rüttele ich vergeblich und kann mein Glück kaum fassen, als die dritte geöffnet ist! justifyfiller





Innen eine einfache grau-weisse Empore, 3 sonnige Fen- sterchen, ein grosses St Christophorus-Fresko, die kleine Taufkapelle zu seinen Füssen blumenumrankt.
Doch der Chor ist das Schönste an der Kirche, die Decke mit Fresken, überall zartes Blau, ein ausgesprochen schö- ner Jesus auf dem Altar, Grabplatten an den Wänden. justifyfiller
Das sind für mich die schönsten Kirchen; ich brauche keine riesigen gotischen Hallen und erst recht keinen barocken Goldterrorkitsch.
Von draussen hört man Schafe mähen, und am liebsten wurde ich hier einziehen. Alte Grabsteine stehen schief auf der Wiese um die Kirche, der Blick geht weit über den Neckar, auf dem blauen Turm in Bad Wimpfen und das Kraftwerk Heilbronn. Unten leuchten die roten Dächer des Ortes und seit ich Dieter Wielands Sendung über Zäune gesehen habe, fällt mir natürlich auf, wie ausgesprochen wunderschön auch diese hier sind.

Fazit: Da kann man recherchieren was man will, es bleibt das Wunder, dass auf einer Strasse ein kleines Schild steht, man aus Neugierde folgt und verzaubert wird.
Die offiziellen Öffnungszeiten konnte ich nicht in Erfahrung bringen, aber justifyfiller





das Risiko muss man eingehen: absolut empfehlens- wert und eine kleine Offenbarung.

Geschichte: An der Stelle der heutigen Kirche ist bereits eine römische Besiedlung nachgewiesen. Eine erste Kir- che aus Holz steht hier vermutlich seit dem 7. Jhrd, viel- justifyfiller
leicht wird sie wegen der noch immer aktiven Quelle als Taufkapelle genutzt. Der Ort Heinsheim geht auf eine fränkische Besiedlung zurück. Eine erste Erwähnung findet die Kirche im 10. Jhrd.
Möglicherweise folgt der Holzkirche ein erster Steinbau, der heutige Turm wird spätestens um das Jahr 1200 erbaut. Von dieser Zeit an dient sie den Herren von Ehrenberg (von der benachbarten Burg) bis zu ihrem Ausster- ben als Grablege, der Friedhof um die Kirche wird bis ins 18. Jhrd genutzt.
Im 19. Jhrd erfolgen erste Renovierungsarbeiten, 1957 werden die Wand- malereien entdeckt und freigelegt. Die Bergkirche wird noch heute von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.

Link: http://www.badrappenau.de/220008.php?seitenid=315

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