Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Henneburg liegt in Stadtprozelten am Main, ca. 40 km von Aschaffenburg
Anfahrt: eine SEHR steile Strasse zur Burg dort einige Parkplätze, oder im Ort parken und ca. 10 Minuten hochlaufen

Die Henneburg betreibt wahrlich Understatement. Die Auffahrt zur Burg ist nur mit scharfem Auge zu entdecken, der Weg endet im Wald, also stellt man das Auto (als einziges) dort ab.
Ein Trampelpfad mäandert ein bisschen durchs Unterholz, und dann steht man vor einem beeindruckenden Mauerrest. Ist das alles? Gibt es Men- schen? Eintritt? Mehr? Dann habe ich einen Zugang in einem Turmrest entdeckt, der in einen dunklen Wehrgang führte. Und jetzt?
Komme ich hier je wieder raus? Liegen um die nächste Ecke die Gebeine





von all den Leichtfertigen vor mir? Weiss überhaupt ir- gendjemand zuhause wo ich bin? Wie aufregend!
Am Ende des langen dunklen Ganges gibt es eine Trep- pe, und aufeinmal steht man im hellen Sonnenschein, hinter dem Burgtor quitschen Kinder, die Eltern sitzen im Biergarten.
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Bin ich enttäuscht oder erleichtert? Hier ist übrigens auch der „offizielle“ Zugang zur Burg, mit Schildern und allem. Und einer tollen Burg. Man kann auf alle Türme steigen, zahlreiche Gebäudereste begehen und der Blick zum Main ist wunderschön. Der Biergarten auch.

Fazit: Viel zu sehen, viel zu begehen. Und traumhaft zum sitzen. Die Henneburg ist empfehlenswert.

Geschichte: Die Henneburg (ursprünglich: Burg Prozelten) wird Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut. Besitzer sind dann die Schenken von Clingen- burg, somit ist die Burg staufischer Besitz. 1275 geht sie an die Grafen von Hanau-Wertheim.
1342 übergibt Elisabeth von Wertheim neben anderem Besitz auch die justifyfiller





Henneburg an den Deutschen Orden, der die Burg zu ihrem heutigen Erscheinungsbild umbaut. Nach einem Ordenskomtur bekommt sie den Namen Henneburg.
Ende des 15. Jahrhunderts tauscht der Hochmeister des Ordens mit dem Mainzer Erzstift die Henneburg gegen andere Besitztümer. Den 30jährigen Krieg überlebt sie justifyfiller
unbeschadet, Ende des 17. Jahrhunderts jedoch ist sie ruinös.
Manche Quellen gehen von einem Angriff der Franzosen im pfälzischen Erbfolgekrieg aus, andere von einem schleichenden Verfall.
Im folgenden ändern sich die Besitzverhältnisse ständig, bis 1840 König Ludwig I. von Bayern ihre Restaurierung anordnet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts finden umfangreiche Sanierungsmassnahmen durch die Stadt Prozelten auf der Burg statt.

Link: http://www.henneburg.de/

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