Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: vorhanden
Café/Restaurant: vorhanden
Info: Flyer "3 Burgen"
Souvenirs: keine
Lage: Burg Hohenbaden liegt oberhalb von Baden-Baden
Anfahrt: Parken davor

Eine steile, enge Strasse windet sich aus Baden-Baden den Berg hoch, sie führt auch später weiter nach Alt-Eberstein, aber zum alten Schloss Hohen- baden biegt man rechts ab.
Der kurze Weg vom Parkplatz führt zunächst an die unteren Burgtore, ich bin erst einmal aussen um die Ruine herumgegangen und habe mich von ihren unglaublich steil aufragenden Mauern beeindrucken lassen.
Oberhalb der Burg befindet sich eine Wanderkarte der Region, von hier aus geht es zum berühmten Battertfelsen und der Felsenbrücke (für die ich leider nicht ausgerüstet und zu allein war) und 400 m zum Aussichtspunkt "Ritterplatte". Und die darf man sich nun auf keinen Fall entgehen lassen!
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Dorthin führt ein durchwurzelter, mässig steiler Waldweg durch vewunschenen Schwarzwald. Wenn ich in Baden- Baden wohnen würde, würde ich hier oben wohnen!
Was für ein Lieblingsplatz; niedrige Mauern in der Sonne, ganz grossartig verknorrte Eichen, steile Felsen (und obendrein lebt hier die seltene Zebra-Spring-Spinne). Der justifyfiller
Blick geht nach Baden-Baden, auf die Burgruine runter, rechts über die Rheinebene nach Frankreich, links in den wild gehügelten Schwarzwald. Wenn ich gewusst hätte, wie toll es hier ist, hätte ich mein Frühstück mit hochgenommen...
Wenn ich jetzt wieder gefahren wäre, hätte sich der Ausflug trotzdem gelohnt. Aber es gibt ja noch die eindrucksvolle Ruine!
Von der Ritterplatte zurück betritt man sie nun durch das obere Burgtor, gleich links geht es in den gigantischen Palas mit riesigen Kaminen. Von hier aus arbeitet man sich Ebene für Ebene nach oben, kann auf Wehrgängen laufen, in Türme, Räume und den Kapellenrest hinein, und nie weiss man, ob der Blick nach oben oder unten besser ist...
Die monochromen Mauern der Burg sind ein toller Kontrast zu blauem Himmel und dem Grün der Bäume. Hier gibt es nur diese 3 Farben...
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Vielleicht lag es an der milchigen Atmosphäre, die das ganze noch zusätzlich surreal machte, aber man hat immer wieder den Eindruck, auf ganz eigenartige weise weit über der echten Welt zu schweben...
Das Café ist in einem kleinen netten Hof gegenüber dem Gewölbekeller, in dem sich noch einzelne Zellen aus seiner justifyfiller
Zeit als Verlies erhalten haben. Von hier aus verlässt man dann die Burg durch die unteren Burgtore.

Fazit: Grossartig! Hier ist alles toll: die Burg, die Natur, der Blick, die Ritterplatte, ich habe Lust, hier mal längere Zeit zu wandern. Mit dem Felsen: Absolut empfehlenswert!

Geschichte: Um das Jahr 1100 verlagern die Markgrafen von Verona ihren Herrschaftssitz an den Rand des Battert-Felsen über dem Ort Baden, wo Hermann I. durch seine Heirat eine Burg erhält.
Sein Sohn, Hermann II., nennt sich erstmals Markgraf von Baden; vermut- lich errichtet er um 1112 die Oberburg, den sogenannten "Hermannsbau".
Seine Nachfolger bauen die Burg stetig weiter aus und verstärken sie, bis justifyfiller





Markgraf Christoph I. 1479 das "Neue Schloss" in der Stadt Baden am Fuss des Felsens errichtet und seine Residenz dorthin verlegt; die alte Burg dient nun als Witwensitz für seine Mutter.
Am Ende des 16. Jahrhunderts brennt Hohenbaden, vermutlich durch einen Blitzschlag aus und wird 1627 justifyfiller
bereits als Ruine bezeichnet. 1832 sichert Markgraf Leopold die Burg und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich.
Im Zuge der Burgenromantik des 19. Jahrhunderts wird sie beliebtes Ausflugsziel und ist dies seither geblieben.
1979/80 wird Hohenbaden grundlegend saniert, heute gehört die Ruine der Stadt Baden-Baden.

Link: http://www.schloss-hohenbaden.de/

Ausflüge in die Nähe: Burg Alt-Eberstein (5km), Kloster Frauenalb (27km), St. Peter und Paul (43km), St. Ulrich (45km)