Eintritt: Museum 3 €
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: über Museum
Souvenirs: Siebenbürgersachen
Lage: Das Schloss liegt in Gundelsheim ca 20 km von Heilbronn entfernt
Anfahrt: Parken davor

Da der Parkplatz des Schlosses auch der des nebenan gelegenen Freibades ist, parkt man lieber gleich unten im Ort und läuft die 4 Minuten durch die hübschen Fachwerksträsschen bergan. Das Schloss beherbergt ein Alten- heim und ist innen nicht zugänglich, lediglich ein Trakt der Gebäude wird für das Siebenbürgen-Museum genutzt.
Das ist erstaunlich gross und erstaunlich interessant, zahlreiche Objekte aber auch faszinierende Geschichten über das Land, das die meisten Men- schen als Transsylvanien kennen. (Dort gibt es übrigens einige spektakuläre Kirchenburgen, die schon lange auf meiner Google-Earth-map gepinnt sind). Auf einer modernen Terrasse über dem Neckar gibt es einen justifyfiller





Kiosk, weiter oberhalb in der Komturei ein Restaurant (anscheinend nur abends geöffnet). Ich bin lieber etwas unausgelastet ums Schloss herumgeschlichen, um mehr von den grandios aussehenden mittelalterlichen Resten zu entdecken. Tatsächlich gelangt man ganz leicht in den Zwinger, das Zutritt-verboten-Schild hängt hoch und ist justifyfiller
schnell zu übersehen. Hier ist die Burg richtig toll, an der Mauer wechseln sich Obstbäume und die nach innen offenen Türme ab, Blick auf Neckar und Burg Guttenberg. Unter der mächtigen Brücke hindurch gelangt man in den hinteren Teil der Zwingeranlage, und hier ist es fast unheimlich!
Verlotterte Schuppen und umgebaute Schlossgebäude, selber halb verfal- len, sind erfüllt von verrottetem Gerümpel. Dazwischen ein Türmchen und die eindrucksvollste Ansicht des Komtureigebäudes. Eine winzige Wohnung bezaubert mich, die Tür halb offen, aber die Holzstufen hinauf sind so morsch, dass schon die dritte mich nicht mehr hält. Über dem Fenster hängt ein mumifizierter Blumenkranz, untendrunter üppige Spinnenweben.

Fazit: Das Museum ist überraschend interessant und dafür lohnt der Besuch schon. Ansonsten vermittelt der offiziell zugängliche Teil Hornecks justifyfiller





nicht glaubhaft, das grösste Schloss am Neckar nach Heidelberg zu sein. Zum Glück weiss ich es besser...

Geschichte: Vermutlich um 1200 erbauen die Herren von Horneck hier eine 1238 erstmals erwähnte Burg, über eine frühere Befestigung ist nichts bekannt.
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1255 tritt Konrad von Horneck in den Deutschen Orden ein und stiftet Burg und Teile des Ortes Gundelsheim, Horneck ist nun Kommende. Nach der verlorenen Schlacht bei Tannenberg wird Burg Horneck Residenz der Deutschmeister, bis sie 1525 im Bauernkrieg zerstört wird. Horneck wird zwar als Renaissanceschloss wieder aufgebaut, die Residenz des Ordens wird jedoch nach Mergentheim verlegt. Nach der Auflösung des Ordens gelangt es, barock erweitert, als Kaserne an das Königreich Württemberg. 1824 wird es an privat verkauft, wird Spital und Bierbrauerei. Von 1946 bis 1960 ist es Lungenheilanstalt, dann kaufen es die Siebenbürger Sachsen und richten Altenheim, Heimathaus und Museum ein.

Link: http://www.siebenbuergisches-museum.de/deutsch/index_de.html

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