Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keine
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Das Kloster liegt in Caldern, ca. 10 km von Marburg entfernt
Anfahrt: Parken davor

Auf einem der zahlreichen grünen Hügel rund um Marburg liegt der hüb- sche Ort Caldern, kleine Fachwerkhäuser mit roten Dächern und Schiefer- fassaden gegen den kalten Wind gruppieren sich am Hang um das ehema- lige Zisterzienserinnenkloster.
Von ihm hat sich nur die Wand einer einstigen Scheune und die Kirche er- halten. Sie ist dem Heiligen Nikolaus geweiht, ein Zeichen, dass Caldern schon nord-östlich des Rheins, Richtung Mitteldeutschland liegt.
Dort sind die Nikolaikirchen weit verbreitet, als Schutzheiliger der Seefahrer und Kaufleute war er nicht nur bei den Hansestädten im Norden beliebt, auch Kirchen an den grossen Handelsstrassen wurden gerne unter den justifyfiller





Schutz des Heiligen Nikolaus gestellt. Vielleicht hat Theo- phanu seine Verehrung aus dem Osten mitgebracht; bald hatte er den Heiligen Martin als "Trendheiligen" ab- gelöst. Meist stammen die Nikolakirchen aus dem 12. oder 13. Jhrd, sind spätromanisch oder frühgotisch.
In Caldern hat sich die moderne Bauweise noch nicht justifyfiller
durchgesetzt; die Klosterkirche ist noch überwiegend spätromanisch ge- baut. Sie liegt auf einer weitläufigen, mit Obstbäumen getupften Grünfläche; nebenan Scheunen, von den einladenden Bänken rund um die Bäume hat man einen schönen Blick ins Tal. Im Osten befindet sich der ehemalige Friedhof, hier stehen einige aufwändig gestaltete Grabsteine und ein kleines buntes Klostergärtchen.
Der Kircheninnenraum ist leuchtend rot-weiss, das sind aber die Farben des 19. Jhrds, bei den Zisterziensern war es wohl schlichter. Das einzige gedrungene Seitenschiff mündet in einer höhlenartigen, dem Heiligen Jo- hannes geweihten Kapelle, auch hier wunderschöne Grabplatten. Von der Empore mit ihrer bäuerlich bunten Orgel blickt man in den leuchtenden Chor, in der winzigen Turmkapelle steht ein uralter Taufstein.
Obwohl die Sonne gar nicht geschienen hat, ist das Grün hier ganz justifyfiller





ungewöhnlich grün und saftig. Unter der Woche ist der Ort wie ausgestorben; auch wenn alles hier bezaubernd ländlich wirkt, werden wohl kaum noch Menschen von der Landwirtschaft leben (können).

Fazit: Als RadWege-Kirche ist die Klosterkirche tagsüber justifyfiller
im Sommer geöffnet, obwohl sie evangelisch ist. Das ganze Klostergelände ist so wunderschön beruhigend und friedlich, schade, dass es keine Möglichkeit zur Einkehr in der Nähe gibt.
Caldern ist kein berühmtes Kloster, aber ich habe eine Schwäche für diese plumpen kleinen romanischen Dorfkirchen, und als solche ist St Nikolai ganz besonders schön.

Geschichte: Der Ort Caldern wird um 800 erstmals erwähnt, das Zister- zienserinnenkloster auf der Bergnase wird wohl um 1238 gegründet.
Zu dieser Zeit steht die Nikolaikapelle vermutlich hier bereits, sie wird dem Kloster von der Tochter der Heiligen Elisabeth, der Landgräfin Sophie von Thüringen, die mit dem Herzog von Brabant verheiratet ist, geschenkt.
1250 wird das Kloster erstmals urkundlich erwähnt. Die Kapelle wird zur justifyfiller





Klosterkirche. Zwar wird das Kloster auch weiterhin von den Landgrafen unterstützt, doch bereits seit der Mitte des 14. Jhrds beginnt der wirtschaftliche Abstieg des Klosters.
So wird es 1527 von Landgraf Philipp im Zuge der Re- formation aufgelöst. Die Nikolaikirche wird evangelische justifyfiller
Pfarrkirche, der Klosterbesitz wird an die neugegründete Marburger Philipps-Universität geschenkt. Unter dem Titel Kultur im Paradies finden im Klostergarten Kulturveranstaltungen statt.
Seit 2012 ist die Kirche RadwegeKirche der evangelischen Kirche. Diese Kirchen liegen direkt an Radwegen, sollen zur geistlichen Besinnung und Andacht einladen, sie sind von Ostern bis zum Reformationstag tagsüber geöffnet und garantieren Radtouristen einen geeigneten Platz für die Rast, einen Zugang zu Toiletten, Informationen zum Ort.

Link: http://kg-caldern.lahntal.de/index.php?[...]=2&Itemid=3

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