Eintritt: Burg frei, beide Museen zusammen 3,60 €
Führung: Sonntags 15 Uhr
Hotel: + Jugendherberge vorhanden
Café/Restaurant: Kiosk + Restaurant vorhanden
Info: über Museum und Kirche
Souvenirs: vorhanden
Lage: Burg Lichtenberg liegt in Thallichtenberg, ca. 44 km von Kaisers- lautern entfernt
Anfahrt: Parken davor

Wenn man von Süden kommt, präsentiert sich die ganze modern auf- gebaute Flanke der Burg und man erschrickt erst mal. Sehr nach histo- rischer Substanz sieht das nicht aus.
Zum Glück gibt es oben dann andere Perspektiven. Ziemlich gute! Die Kernburg ist als Ruine erhalten, und das Beste an der Anlage. Ganz oben auf dem Felsen steht der Bergfried, die teilweise bis auf das Dach erhaltenen Palasgebäude eng um ihn herumgebaut, durch ihre leeren Fenster blickt man auf schönes Bergpanorama. Vom Turm sieht man weit in den Pfälzer Wald und den Hunsrück. Das bebaute Oberburgareal steht im Gegensatz justifyfiller





zu der langgestreckten Gesamtanlage (die längste Burg- ruine Deutschlands), die ansonsten nur noch spärlich bebaut ist, teilweise mit abscheulichen Neubauten ver- schandelt, z.B. dem Urweltmuseum. Als Museum ist es aber echt schön, es zeigt Geologie, Mineralogie und Fos- silien der Region.
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Ebenfalls schön auf dem Gelände gelegen ist die - Innen eher schlichte - Kir- che; der Hof des Cafés hat leider keinen Megablick, von den Bänken des Ki- osks vor dem inneren Burgtor hingegen sieht man weit in die Gegend.

Fazit: Eine tolle Burg, interessanter Kontrast zwischen leer und beeindruckende Enge. Irgendwie gut. die Ruine ist sensationell, das Urzeitmuseum echt hübsch (von innen).

Geschichte: Seit dem 9. Jhrd. befindet sich das Gebiet um Kusel und Altenglan – später "Remigiusland" genannt – im Besitz des Erzbistums Reims. 1127 wird die Probstei St. Remigius gegründet. Spätestens ab jetzt werden die Grafen von Veldenz (ein Zweig aus dem Geschlecht der Wild- grafen) als Vögte über das Remigiusland eingesetzt. Zu Beginn des 13. Jhrds. errichten sie – ohne Genehmigung des Bischofs von Reims – Burg justifyfiller





Lichtenberg. Der Abt von St. Remigius verlangt da- raufhin von Kaiser Friedrich II. den Abriss der Burg, was dieser auch 1214 anordnet. Graf Gerlach IV. von Veldenz fügt sich dem nicht, die Burg bleibt erhalten, ist Sitz der Veldenzer Verwaltung und von Burgmannen bewohnt.
Ursprünglich handelt es sich um 2 Burgen, die Unterburg justifyfiller
Wohnsitz der Burgmannen, die Oberburg der Herrschaft. Die Tochter des letzten Grafen von Veldenz heiratet Pfalzgraf Stephan, der 1444 das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken gründet, die Burg wird Sitz des Oberamtes Lichtenberg, eine Ringmauer verbindet nun beide Burgen zu einer Anlage, weitere Ausbauten folgen (so die Kirche). Der 30jährige Krieg geht spurlos an Lichtenberg vorüber, auch den Pfälzischen Erbfolgekrieg übersteht sie als einzige Burg der Pfalz unbeschadet. 1799 brennt sie bis auf die Burgkirche aus, bleibt Ruine. 1922 entsteht die Jugendherberge, 1979- 1984 wird die Zehntscheune wieder aufgebaut, in den 1990ern das Geoskop erbaut. Seit 1945 gehört Burg Lichtenberg dem Land RL-P.

Link: http://landkreis-kusel.de/index.php?id=100

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