Eintritt: keiner für Burg, Museum 1,00 €
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: Buch über die Burg 5,00 €
Souvenirs: keine
Lage: Die Madenburg liegt bei Eschbach im Pfälzerwald an der Wein- strasse, ca. 10 km von Landau entfernt
Anfahrt: Parkplatz im Wald auf halber Höhe, von dort 15 Minuten Fussweg gemässigt bergauf

Ih, denkt man, Madenburg, was für ein unappetitlicher Name. Tatsächlich stammt er von „Marienburg“, was zu „Maidenburg“, was zu „Madenburg“ wurde. Na dann ist ja gut.
Ich habe trotzdem Assoziationen zu unappetitlichen Tieren und gelernt, dass, zumindest leichtbekleidet, Querwaldein-Abkürzungen nicht immer eine gute Idee sind. Die einzige Zecke seit Jahren, und die war voll mit Boreliose. So, das war aber auch das einzig Negative zu dieser tollen Burg. (Nee, Ok, eins noch: auch hier hat das SB-Restaurant die Angewohnheit, die justifyfiller





Abholnummern der fertigen Mahlzeiten mit Lautsprecher über die Burgterrasse zu blöken.)
In Wirklichkeit ist die Madenburg eine der schönsten Burgruinen, die ich kenne.
Es gibt viele wunderbare Tore, beeindruckend dicke Mauern und 2 wunderschöne Treppentürme; einer ist justifyfiller
noch begehbar und führt in zahlreiche Räume, der Blick bis hin zum Odenwald ist ein Traum. Im vorderen Burghof befindet sich die Gaststätte, die Tische sind weitläufig auf mehren Ebenen der Gebäudereste verteilt, so sitzt man, auch wenn die Burg gut besucht ist, immer ein bischen „für sich“. Das kleine Museum ist niedlich und ganz informativ. Was soll ich sagen; diese roten Sandsteinburgen sind einfach toll!

Fazit: Die Madenburg ist ein Highlight der Burgen in der Südpfalz. Und ebenso lohnend ist es, ein Stück über die Weinstrasse zu fahren statt gleich wieder auf die Autobahn. Hier reiht sich ein bezauberndes altes Dorf an das andere, man könnte in jedem aussteigen und eine Rast einlegen. Absolut empfehlenswert.

Geschichte: Die Madenburg, im frühen 11. Jhrd. wohl als Reichsburg justifyfiller





erbaut, ist 1080 im Besitz des Diemar von Trifels. Bis ins 13. Jhrd. ist sie abwechselnd im Besitz des Reichs und des Speyerer Bischof, dann übernehmen die Grafen von Leiningen sie als Lehen. Im 14. Jhrd. wird sie zur Gan- erbenburg, Besitzer sind unter anderem die Sickinger und die Fleckensteiner. 1481 wird Johannes von Heideck justifyfiller
alleiniger Besitzer der Burg, es folgt Herzog Ulrich von Württemberg und das Hochstift Speyer. 1525 wird sie im Bauernkrieg erobert und in Brand gesteckt. Der Speyerer Bischof baut sie wieder auf, in den folgenden Jahren wird sie Renaissancefestung.
Im 30 Jährigen Krieg wird sie mehrfach angegriffen, Österreicher, Spanier, Schweden wechseln sich als Besitzer ab. Ab 1648 setzt das Bistum Speyer sie notdürftig wieder instand, doch im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zer- stören die Franzosen sie endgültig. Die Ruine wird von der Bevölkerung als Steinbruch genutzt. 1870 wird der Madenburg Verein gegründet, der die Burg kauft und sie bis heute restauriert.

Link: www.eschbachpfalz.de/madenburg/

Ausflüge in die Nähe: Burg Landeck (5km), Burg Trifels (13km), Wehrkirche St. Martin (14km), Burg Berwartstein (19km), St. Peter und Paul (20km), Burg Drachenfels (22km), St. Ulrich (22km), Hambacher Schloss (25km), Dahner Burgengruppe (27km), Burg Fleckenstein (34km), Burg Erfenstein (37km), Burg Neidenfels (37km), Burg Spangenberg (37km), Dom zu Speyer (39km), Judenhof Speyer (39km), Wachtenburg (41km), Kloster Limburg (42km), Klosterkirche Seebach (42km), Hardenburg (45km), Burg Nonnenfels (45km), Burg Frankenstein/Pfalz (47km), Burg Diemerstein (49km)