Eintritt: 2 €
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: Automat oder gegenüber der Burg
Info: ausverkauft
Souvenirs: in Kassenhäuschen
Lage: Die Niederburg liegt bei Manderscheid in der Südeifel, ca. 56 km von Trier entfernt
Anfahrt: Parken davor

Die Manderscheider Burgen liegen in der Kurve eines engen Tales, kurz vor dem Ort. Schon beim ersten Blick von der Strasse aus ist man beeindruckt, wie steil sich die Niederburg auf dem Schieferfelsen vor einem auftürmt, in der Burg steigt man von Ebene zu Ebene höher, vorbei an den Resten des Palas, den Gewölbekellern, der Regenwasserzisterne, bis man schliesslich auf dem Turm steht und auf diese tolle Anlage hinabblickt.
Von vielen Perspektiven sieht man auf dem gegenüberliegenden Hügel die stimmungsvolle Ruine der Oberburg. Die Manderscheider Burgen waren mein erster Ausflug in die Südeifel, und ich war verblüfft, wie ganz anders es
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hier ist als in der Vulkaneifel. Statt Basalt und Tuff sind die Burgen aus Schiefer gemauert, man fühlt sich weit eher auf einer Mosel- oder Rheinburg; der weite Blick über sanfte Vulkankegel wird hier ersetzt durch enge, bewal- dete Täler; faszinierend die Vorstellung, wie die Burgen wohl gewirkt haben, ehe sie Ruinen wurden!
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In der Unterburg gibt es einen Kiosk mit Getränken und ein paar Bänke. Auf der anderen Strassenseite liegt ein Restaurant, von dessen Terrasse man auf die Burg sieht.

Fazit: Eine tolle Burg! Sehr schön auch die Lage in dem engen Tal und die grossartige Natur; ein weiteres echtes Eifelhighlight!
Zusammen mit der Oberburg ein absolut empfehlenswertes Ensemble.

Geschichte: Nachdem in der Mitte des 12. Jhrds. die Manderscheider Oberburg von dem Trierer Erzbischof erobert wird, erbauen die Herren von Manderscheid unterhalb ihres ehemaligen Stammsitzes die Niederburg.
1337 trägt sie Wilhelm V. von Manderscheid dem Grafen von Luxemburg als Lehen an. Kurz darauf erfolgt die vergebliche Belagerung durch Erz- justifyfiller





bischof Balduin von Trier von der Manderscheider Ober- burg aus. Dietrich I. von Manderscheid lässt die Nieder- burg am Ende des 14. Jhrds. auf ihren heutigen Umfang ausbauen und erweitern, obwohl bereits er (und später auch seine Nachfolger) sich nur noch selten auf der Nie- derburg aufhalten, die nun von einem Burggrafen be- justifyfiller
wohnt wird. Im 30jährigen, und kurz darauf im Pfälzischen Erbfolgekrieg, wird die Burg schwer beschädigt, zu Beginn des 18. Jahrhunderts jedoch noch einmal aufgebaut.
1794 wird sie in den Revolutionskriegen von den Franzosen zerstört und 1818 auf Abbruch versteigert.
1899 kauft sie der Eifelverein, der bis heute grosse Anstrengungen unter- nimmt, ihren Verfall aufzuhalten.

Link: http://www.niederburg-manderscheid.de/

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