Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: in/vor der Niederburg
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Oberburg Manderscheid liegt bei Manderscheid in der Südeifel, ca. 56 km von Trier entfernt
Anfahrt: Parken vor Niederburg, 910 m / 9 min. Fussweg

An jedem anderen Ort wäre die Manderscheider Oberburg eine veritable Burgruine, die zahlreiche Besucher anlockt. Hier allerdings führt sie ein etwas unauffälliges Leben im Schatten der mächtigen Niederburg; und das völlig zu Unrecht.
Viele Besucher machen sich noch nicht mal die "Mühe", den Weg auf sich zu nehmen. Dabei ist der schon traumhaft. Über die Lieser (ein Flüsschen) geht es zunächst an einer Wiese am Fuss der Niederburg vorbei, dann gelangt man durch Wald auf einen kleinen Pfad, der sich am Rand des Hanges über Schieferfelsen zur Burg schlängelt, Blick auf die Niederburg am justifyfiller





nebenliegenden Hügel. Durch ein kleines Tor betritt man das Plateau der Oberburg, ein Brunnen ist noch zu sehen, der Bergfried steht auf dem höchsten Punkt und ist geöffnet. Über enge Täler sieht man auf auf Man- derscheid, höher gelegen als der Burgberg.
Es hat sich noch ein Teil der Burgmauer mit Mauerturm justifyfiller
auf dem Schieferfels erhalten sowie die Ruine eines weiteren - nicht begeh- baren - Turms, vom Fuss der Mauer über dem Fels aufragend.

Fazit: Die Manderscheider Oberburg ist eine tolle Ruine, und zwar nicht nur (aber natürlich auch...), weil sie zusammen mit der Niederburg ein beein- druckendes Ensemble bildet.
Für sich ein lohnenswerter Ausflug, mit der Niederburg gemeinsam absolut empfehenswert!

Geschichte: Die Oberburg wird erstmals im Jahr 973 erwähnt, vielleicht ist sie schon älter. Spätestens im 12. Jhrd. ist sie, obwohl auf dem Gebiet des Erzbistums Trier gelegen, im Besitz der Grafen von Namur und Luxemburg, die die Burg vermutlich den Herren von Manderscheid als Lehen geben. justifyfiller





1140 nimmt Erzbischof Albero von Trier in einer Aus- einandersetzung mit Heinrich von Luxemburg die Ober- burg ein. Sein Nachfolger lässt die Burg schleifen und kurz darauf neu erbauen; Ende des 13. Jhrds. wird sie kurtrierischer Amtssitz, sie zählt nun zu den sieben trierischen Landesburgen.
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Die Auseinandersetzungen zwischen Trier und den Grafen von Luxemburg, denen die Niederburg gehört, gehen in den folgenden Jahrhunderten wei- ter. Erzbischof Balduin von Trier bezieht Mitte des 14. Jhrds. Quartier in der Oberburg, um von hier die Niederburg zu belagern; allerdings erfolglos.
Die Manderscheider Oberburg bleibt im Besitz der Erzbistums, bis sie 1673 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen zerstört wird. Sie wird nicht wieder aufgebaut und 1790 als völlig verfallen bezeichnet. 1920 erwirbt die Gemeinde Manderscheid die Oberburg und beginnt mit Renovierungs- arbeiten, die bis heute fort- gesetzt werden.

Link: http://www.eifel.de/[...]/oberburg_manderscheid.html

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