Eintritt: keiner, die Ruine ist nur von aussen zu sehen
Führung: keine
Hotel: keine
Café/Restaurant: im Ort
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Das Schloss liegt in Menzingen, ca. 42 km von Karlsruhe entfernt
Anfahrt: Parken im Ort, 2 Minuten Fussweg

Man sieht fast mehr vom Schloss im Vorbeifahren von der Bundesstrasse aus, als davorstehend. Oder fast davor. Ganz rein und ganz ran kann man nicht. Die Grossfamile auf Sonntagsspaziergang sagt, man könne nicht näher ran, weil die Ländereien alle dem Baron gehören, und der halte hier die Pferde. Es gibt 3 Stellen, von denen aus man etwas von dem Schloss sieht. (Knöcheltief im Pferdebahnschlamm stehend). Und die begeistern.
Eine grossartige kleine Ruine, innen erkennt man romantisch verwachsene Mauerreste, aussen stehen 3 Türme im Morast. Der Ort Menzingen ist winzig und seltsam ausgestorben. Das "Burgcafé" ist das Frühstückszimmer der (wahrschein- lich) einzigen Pension am Ort, die "Caféterrasse" deren betoniertes Garagendach. Die Broschüre wirbt selbstbewusst: "sicher eine der schönsten Biergartenterrassen im Kraichgau", da will man den Rest des Kraichgaus vielleicht nicht unbedingt mehr sehen, aber der Cafe schmeckt sehr gut, und alle sind nett.

Fazit: Diese Ruine hat mich begeistert, und es ist sehr schade, dass sie nur für justifyfiller







kulturelle Veranstaltungen geöffnet ist, und am Tag des of- fenen Denkmals. Kann der Baron seine Pferde nicht woanders reiten?

Geschichte: Der Ort Menzingen gehört seit dem frühen Mittelalter zum Besitz des Klosters Lorsch. Im 13. Jahrhundert justifyfiller
gelangt er an die Grafen von Katzenelnbogen, die die Vorgängerburg des Was- serschlosses erbauen lassen und sie den Herren von Menzingen als Lehen über- tragen. Dies bleibt auch so, nachdem die Katzenelnbogener aussterben und die Landgrafen von Hessen neue Besitzer werden, und zwar bis 1806.
Die Burg wird im Bauernkrieg 1525 zerstört. Peter von Menzingen bringt die Reformation nach Menzingen und errichtet die zerstörte Burg als Renaisancebau. Im 17. Jahrhundert verlegen die Herren von Menzingen ihren Hauptwohnsitz nach Gondelsheim, das Schloss steht zwar nun zeitweise leer, wird aber trotzdem weiter erhalten und ausgebaut. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ist es eines der besterhaltensten Renaissanceschlösser des Kraichgaus, doch dann wird es wenige Tage vor der Kapitulation 1945 von alliierten Bombern zerstört.
Die Ruine verschwindet unter Gestrüpp, bis 1991 der gegründete Heimat-/ Museumsverein gemeinsam mit dem Besitzer, Baron Dominicus von Menzingen, das Wasserschloss sichert und teilweise restauriert.

Link: http://www.kraichtal.de/Wasserschlossruine.82.0.html

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