Eintritt: keiner
Führung: im Sommer 1x wöchentlich
Hotel: keines
Café/Restaurant: Kiosk am Klettergarten
Info: Faltblatt am Klettergarten erhältlich
Souvenirs: keine
Lage: Oberhalb von Traben-Trarbach, ca. 60 Km von Koblenz entfernt
Anfahrt: Parken entweder am Flugplatz oder am Kletterwald

Obwohl sie vom berühmten Vauban erbaut wurde, ist die Festungsruine Mont-Royal relativ unbekannt. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich oberirdisch kaum etwas erhalten hat, und das liegt weit verstreut auf dem grossen Areal des Plateaus. Am Klettergarten gibt es normalerweise ein Faltblatt mit der Route, das war bei meinem Besuch aber leider aus und so war ich auf die schöne, ausführliche, aber nicht sehr genau weisende Be- schilderung der "Festungsroute" angewiesen.
Die zieht sich links und rechts der Strasse über wunderbare kurvige Wege durch den Wald, beidseitig grossartige Ausblicke auf die Moselschleife. Hin und wieder trifft man auf kleine Reste der Festung, die es schwer machen, justifyfiller





sich vorzustellen, dass die Anlage einst das gesamte Plateau eingenommen hat. Wirklich sehenswert sind aber die unterirdisch erhaltenen Teile der Festung, für die man unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen muss; mein Geburtstagsgeschenk (klein, aber mit 820 Lumen so stark wie ein Autoscheinwerfer, bis 2 m wasserdicht und justifyfiller
aus bruchsicherem Flugzeugaluminium) hatte hier seinen ersten Einsatz: durch kalte, dunkle Kasematten in höhlenartige Räume, die Eingänge mit schiefen Stufen und von Wurzeln überwuchert. Ziemlich aufregend und auch etwas unheimlich wenn man alleine unterwegs ist - ich bin auf der ganzen Route keinem einzigen Menschen begegnet.
Das Eifelwerk (kurz vor dem Ortseingang Mont-Royal) mit seinen verwir- renden Treppen, Gängen und überwucherten Mauern ist ein echtes Labyrinth und hat mich am meisten beeindruckt.

Fazit: Entsprechend ausgerüstet ein grosser Spass, den man besser nicht alleine macht. Zur Einkehr gibt es hier nur den Kiosk am Klettergarten mit absolutem Rauchverbot. Da fährt man vielleicht besser runter nach T-T.

Geschichte: Nach dem Westfälischen Frieden 1648 gelangt das Elsass an justifyfiller





Frankreich und ab 1680 beginnt Ludwig XIV., seine neu- en Besitzungen an Mosel, Saar und Nahe auszubauen. 1687 lässt er den berühmten Festungsbaumeister Vauban oberhalb von Traben-Trarbach eine der grösst- en Festungen Europas errichten. Die sehr teure Anlage wird mit deutschen Zwangsgeldern und 8000 Fronar- beitern erbaut. Doch wegen des aufwändigen Unterhaltes bietet Frankreich bereits 1692 an, die (bis dahin noch nicht mal fertiggestellte) Festung wieder zu schleifen, wenn Habsburg dafür auf Strassburg verz justifyfiller
beitern erbaut. Doch wegen des aufwändigen Unterhaltes bietet Frankreich bereits 1692 an, die (bis dahin noch nicht mal fertiggestellte) Festung wieder zu schleifen, wenn Habsburg dafür auf Strassburg verzichtet. Das Angebot von Holland und Spanien, die intakte Festung mit einem Ausgleich zu übernehmen, lehnt der Sonnenkönig ab, er will die "Geheimnisse" seiner modernsten Festung nicht preisgeben; lässt Mont Royal 1698 zerstören. Die Anlage gerät in Vergessenheit, wird überwachsen und als Steinbruch genutzt, bis sie in den 1930er Jahren - nach Sprengplänen aus geheimen französischen Militärarchiven - von Freiwilligen und dem Reichsarbeits- dienstes ausgegraben wird. Heute wird sie touristisch erschlossen.

Link: http://www.traben-trarbach.de/nextshopcms/[...]

Ausflüge in die Nähe: Grevenburg (4km), Klosterruine Wolf (8km), Burg Baldenau (23km), Alte Kirche (24km), Keltensiedlung Altburg (34km), Manderscheid Niederburg (36km), Manderscheid Oberburg (36km), Burg Metternich (39km), Schmidtburg (41km), Burg Kastellaun (42km), Kyrillpfad Kastellaun (42km), Burg Steinkallenfels (44km), Dauner Maare (45km), Grube Juchem (45km), Reichsburg Cochem (46km), Kyrburg (46km), Steinbrüche Kirn (46km), Nunkirche (48km), Kloster Ravengiersburg (50km)