Eintritt: 5 € mit Turm
Führung: möglich
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: 3,50 €
Souvenirs: im Shop
Lage: Schloss Neuenburg liegt bei Freyburg, ca. 50 km von Leipzig entfernt
Anfahrt: Parken vor dem Schloss, ca 5 Minuten ebener Fussweg

Die Anlage von Schloss Neuenburg hat eine gewaltige Ausdehung, und bis man im eigentlichen Schloss angekommen ist, hat man schon einiges ge- sehen. Zunächst geht es auf den Bergfried, der ausserhalb der Kernburg steht, toller Blick auf die Schlossgebäude, und auf halbem Weg nach oben gibt es ein schönes Turmzimmer mit dicken Wänden und Kamin. Auf dem Weg vom Turm in das Schloss kommt man an einigen verfallenen, noch zu re- novierenden Gebäuden vorbei, so hat wohl 1990 der Grossteil der Neuenburg ausgesehen.
Durch 2 mächtige Tore betritt man nun den weitläufigen Schlosshof, ein justifyfiller





Teil der Gebäude sind Teil des schön gemachten Muse- ums und können besichtigt werden. Tolle Räume, aber am beeindruckendsten ist die romanische Doppelkapelle mit den schwarz-goldenen Säulen; exotisch und vertraut zugeich. An der ganzen Schlossanlage gibt es viele wun- dervolle romanische Fenster und Türen, die ich mal wie- justifyfiller
der stundenlang ansehen könnte, ein hübsches Café befindet sich im Sei- tenhof. Beim Rundgang aussen durch den Zwinger zeigt sich die macht- volle Bauweise der Burg; wieder eine andere Facette.

Fazit: Tolle Burg ("Schloss" passt gar nicht so recht), echt beeindruckend und vielseitig und ein Grund mehr, mal die ganze "Strasse der Romanik" abzufahren...

Geschichte: Ludwig der Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger erbaut 1090 die Neuenburg, um seine Herrschaft im Osten zu sichern, die er 1067 im Westen mit dem Bau der Wartburg gegründet hat. Sein Sohn, Ludwig I. wird 1131 zum Landgrafen von Thüringen erhoben.
In den folgenden 100 Jahren wird die Neuenburg zeitweise zu der wich- tigsten Burg der Landgrafschaft, Kaiser Barbarossa und die (später Heilige) justifyfiller





Elisabeth von Thüringen sind hier zu Gast. 1247 sterben die Ludowinger aus, die Burg gelangt in den Besitz der Markgrafen von Meissen aus dem Hause Wettin und ver- liert ihre Bedeutung. 1445 erhält durch Erbteilung Her- zog Wilhelm III. von Sachsen die Neuenburg; er lässt sie ausbauen. Nach den Beschädigungen des Schmalkaldi- justifyfiller
schen Krieges baut Kurfürst August von Sachsen die Burg ab 1556 zu einem Jagdschloss um. So wird die Neuenburg von den Herzögen von Sachsen-Weissenfels bis 1756 genutzt. In diesem Jahr stirbt Kurfürst Friedrich August II., die Neuenburg verliert endgültig ihre Bedeutung, wird 1770 Verwaltungssitz. Ab 1815 lässt der preussische Staat Teile der Burg instandsetzen; sie wird beliebtes Ausflugsziel.
In der DDR wird die Neuenburg Ort einer landwirtschaftlichen Produktions- genossenschaft, das Museum ist noch geöffnet. 1970 wird die Burg wegen Schäden geschlossen. Ab 1990 wird sie von Bund, Land und privatem Engagement restauriert. Seit 1996 gehört die Neuenburg Sachsen-Anhalt.

Link: http://www.schloss-neuenburg.de/index.html

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