Eintritt: Burg mit Führung 6€
Führung: Zugang Innenräume Palas nur mit Führung
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: unterhalb der Burg und im Ort
Info: Faltblatt kostenlos, Info ab 3€
Souvenirs: vorhanden
Lage: direkt in Nürnberg
Anfahrt: Parken im Ort, 5-10 Minuten Fussweg

Von überall aus der bezaubernden "Alt"-Stadt (die tatsächlich zum über- wiegenden Teil nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde) von Nürnberg sieht man die Burg auf dem Felsen. Neben der alten Kaiserstallung mit neu- er Jugendherberge blickt man in den Burggraben; hier an der Aussenmau- er befindet sich der legendäre Hufabdruck eines geflohenen Raubritters. Nach seiner Besichtigung geht´s durch 3 Tore in den Hof der Kernburg.
Hier befindet sich der Shop und dem Aufgang zum schönen Burgmuseum; einer Aussenstelle des (grossartigen!) Germanischen Nationalmuseums (für das man nebenbei mindestens 3 Stunden einplanen muss). Doch egal wie interessant das Museum, egal wie beeindruckend die Burganlage und spä- justifyfiller





ter sogar der wunderbare Blick vom Turm, das mit Ab- stand sensationellste an der Nürnberger Burg ist die um- werfende romanische Doppelkapelle, die sogar all die an- deren wunderschönen Kirchen in dieser Stadt schlägt.
Auch der "Rest" der Führung ist spannend (die Burg war z.B. nie möbliert, weil die reichen Patrizier ihre eigenen justifyfiller
Möbel hoch in die Burg schleppen mussten, wenn der Kaiser zu Besuch war), und nicht zuletzt beeindruckt der 53 m tiefe Brunnen.

Fazit: Tolle Burg, keine Frage, wunderschöne Stadt, aber alles nichts gegen die Kapelle! Absolut empfehlenswert.

Geschichte: Bereits vor 1000 ist eine befestigte Bebauung auf dem Burgberg archäologisch nachgewiesen. Um 1050 wird wohl eine salische Königsburg unter Heinrich III. errichtet, die in der Folge mehrfach belagert und teilweise zerstört wird.
1138 gelangt Nürnberg an die Staufer. Konrad III. und Friedrich Barbarossa bauen die Burg zwischen 1140 und 1180 zur Kaiserpfalz aus; als Folge des Ausbaus wird eine Burggrafenschaft errichtet, die zunächst an die Edel- freien von Raabs verliehen wird und ab 1190 an Friedrich von Zollern justifyfiller





gelangt. Er erweitert die Burggrafenburg beträchtlich und nennt sich nun in Unterscheidung zu dem Stamm- sitz der Familie in Baden-Würtemberg "Hohenzollern".
Im 13. Jhrd. erhält Nürnberg die reichstädtische Un- abhängigkeit, die Kaiserburg gelangt an die Stadt, die durch weitere Bauten den Einfluss der Burggrafen be- justifyfiller
schränkt. 1356 legt die Goldene Bulle Karls IV. fest, dass jeder neue Herr- scher den 1. Reichstag in Nürnberg abhalten muss. 1420 wird die Burg der Hohenzollern von bayrischen Truppen zerstört, der letzte Burggraf ver- kauft seinen Titel 1427 an die Stadt Nürnberg. Nach dem (relativ glimpf- lichen) 30jährigen Krieg verlieren Nürnberg und Burg ihre militärische Be- deutung. 1806 gelangt die Burg an Bayern, unter den Nazis wird ab 1933 begonnen, die Burg als symbolträchtige Kulisse der Nürnberger Reichs- parteitage umzubauen. Bei dem Wiederaufbau nach dem letzten Krieg werden die Umbauten der Nazis entfernt. Heute gehört die Kaiserburg der Bayrischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Link: http://nuernberg.bayern-online.de/[...]/kaiserburg/

Ausflüge in die Nähe: St. Sebaldus (1km), Reichsparteitagsgelände (4km)