Eintritt: 2,10 €
Führung: keine
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: vorhanden
Info: ab 2,60 €
Souvenirs: im Museum
Lage: Die Porta Nigra liegt in der Innenstadt von Trier
Anfahrt: Parkplatz in der Stadt, Fusswege 5 bis 10 Minuten

Die Porta Nigra gehört sicher zu den bekanntesten Gebäuden Deutsch- lands, mit einem Schulausflug war ich auch schon mal da.
Wenn man den Schock verdaut hat, dass sie unmittelbar an 2 breiten, dicht befahrenen Strassen steht, die von schäbigen, modernen Häusern gesäumt sind, und sich die Touristenmassen wegdenkt, ist man aber sehr beeindruckt.
Die Porta Nigra wirkt unheimlich und bizzar, fast so, als sei sie vor langer Zeit als organische Struktur selbst aus dem Boden gewachsen...
Bei Treppenhäusern, Gängen und Räumen im Inneren der Porta Nigra kontrastieren schmucklose Leere mit feiner Bauplastik, der Blick auf die justifyfiller





Stadt, Mosel, Eifel und Hunsrück ist toll. Das Museum nebenan ist sicher auch ohne die Konstantin-Ausstel- lung einen Besuch wert, wunderschön sind die Arkaden- gänge des ehemaligen Simeonstiftes, das Cafe im Hof ist reizend und ruhig.

justifyfiller
Fazit: Fährt man nach Trier, um die Porta Nigra zu sehen, oder sieht man sich die Porta Nigra an, weil man in Trier ist? Wie rum auch immer, beides ist wirklich empfehlenswert, und bei all den anderen interessanten Din- gen, die es in Trier noch zu sehen gibt, wird es ein langer Tag...

Geschichte: Die Porta Nigra entsteht um 180 n. Chr. unter Kaiser Marc Aurel als eines von mindestens 5 Toren in der Stadtmauer. Vielleicht wegen einer Belagerung 20 Jahre später wird sie jedoch nie komplett fertiggestellt.
Ursprünglich aus weissem Sandstein, erhält sie erst im Mittelalter den Na- men Porta Nigra; der Stein ist mittlerweile verwittert. Um das 11. Jahr- hundert wird die gesamte römische Stadtbefestigung abgebrochen; die Porta Nigra ist das einzige Tor das man stehenlässt.
1030 richtet sich der aus dem heiligen Land zurückgekehrte Mönch Simeon justifyfiller





in dem römischen Gebäude eine Eremitenklause ein, in der er 1035 stirbt. Nun ereignen sich zahlreiche Wunder, Simeon wird heiliggesprochen und ihm zu Ehren wird das Tor zu einer Stiftskirche umgebaut.
Ein Glockenturm wird aufgebaut, die Fenster zuge- schüttet, eine Apsis angeschlossen. Bis ins 18. Jahrhun- justifyfiller
dert wird die Kirche ausgebaut und vergrössert. 1794 wird sie von den Franzosen geplündert, die Kirche wird aufgehoben.
1804 ordnet Napoleon die Wiederherstellung auf den antiken Zustand an, 1816 gelangt die Porta Nigra an Preussen, das die Arbeiten abschliesst, die romanische Apsis wird stehengelassen.
1967-73 finden umfassende Sanierungsarbeiten statt. Heute gehört das Tor zu der Verwaltung der Staatlichen Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland Pfalz, im ehemaligen Stiftsgebäude direkt an der Porta Nigra befindet sich heute das Städtische Museum.

Link: www.welterbe-trier.de (Porta Nigra)

Ausflüge in die Nähe: Kaiserthermen (1km), Stadt Trier (1km), Burg Baldenau (50km)