Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: voranden
Café/Restaurant: voranden
Info: Flyer kostenlos, Buch 5 €
Souvenirs: Bücher der Stiftung Denkmalschutz
Lage: Das Schloss liegt in Romrod, ca 40 km von Marburg entfernt
Anfahrt: Parken davor

Schloss Romrod wurde vor einigen Jahren von der Deutschen Stifftung Denkmalschutz restauriert, die heute dort einen ihrer drei Standorte hat, die weiteren Gebäude werden als Hotel genutzt. Normalerweise ist das Schloss nicht zu besichtigen, aber am Tag des offenen Denkmals war es zugänglich. Das Schloss liegt ganz unvermittelt mitten im Ort neben der Kirche, und schon beim Eingangstor ist man beeindruckt.
Schwarzer Basalt aus den Vogelbergvulkanen, dahinter der Burghof auf desssen Boden der ehemalige Bergfried als Steinkreis markiert ist. Man kann im Hauptgebäude den Rittersaal, das Renaissance- und das Kaminzimmer besichtigen, die sehr schön restauriert wurden. Das Treppenhaus ist toll, justifyfiller





aber am besten sind die rundum begehbaren Wehrgän- ge, die um den engen Burghof führen und der isoliert stehende Kanzleiturm mit seinem Schiefertürmchendach.
Einige Mauern sind als Ruinen gelassen, hier finden sich noch schöne romanische Fenster und Aborterker. Auch bei einem Rundgang um das Schloss ist die noch erhal- justifyfiller
tene Kompaktheit der Anlage faszinierend, vor allem weil sie mitten in der Stadt steht. Der ehemalige Wassergraben ist leider zugeschüttet, aber hier befindet sich jetzt ein kleiner, schön restaurierter Garten mit Teich, in dem sich wahlweise der Kirchturm oder der Schlossturm spiegelt.
Das Restaurant hat eine schöne Cafeecke im Burghof, auch wenn durch das Hotel alles ein bischen zu makellos stimmungsvoll dekoriert ist.

Fazit: Auch wenn man sich hier nicht allzulange aufhalten kann und die Ho- telperfektion etwas stört, ist das Schloss toll und auf jeden Fall einen Be- such wert, zum T.d.o.D. oder zu bestimmten Besichtigungsterminen.
Das Museum im Ort zeigt die vielen Funde die auf der Burg gemacht wurden, das hatte bei meinem Besuch leider schon zu.

Geschichte: Die Herren von Romrod werden erstmals Ende des 12. Jhrds justifyfiller





erwähnt, aus dieser Zeit stammen auch die kürzlich er- grabenen Reste einer ersten Holz-Burg an der Stelle des heutigen Schlosses. Die an der Kreuzung zweier Heer- strassen gelegene Burg wird in den nächsten 150 Jahren in Stein ausgebaut. In der Mitte des 14. Jhrds sterben die Herren von Romrod aus, die Burg wird von den Land- justifyfiller
grafen von Hessen mit Burgmannen besetzt. Landgraf Ludwig IV. von Hessen-Marburg trägt die baufällig gewordenen Gebäude um 1580 teilweise ab, die Neubauten entsprechen weitgehend der heutigen Erscheinung.
Von 1604 bis 1829 dient Romrod der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt als Amtssitz. Im Hessischen Erbfolge- sowie im 30Jährigen Krieg wird das Schloss beschädigt und ist zu Beginn des 18. Jhrds unbewohnbar. Nach weiteren Umbauten im 19. Jhrd wird Schloss Romrod Sommerresidenz des Grossherzogs von Hessen. 1938 kommt es an den Volksstaat Hessen, ist von 1945 bis 1970 Flüchtlingsunterkunft, danach steht es leer. 1997 erwirbt die DSD das Schloss und lässt es restaurieren.

Link: http://www.denkmalakademie.de/Romrod.259.0.html

Ausflüge in die Nähe: Schloss Homberg Ohm (25km), Kloster Arnsburg (40km), Elisabethkirche (42km), Schloss Marburg (42km), Kloster Schiffenberg (46km), Kloster Caldern (50km)