Eintritt: keiner, Turm 60 C
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: vorhanden
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Rudelsburg liegt in Saaleck bei Bad Kösen, ca 11 km von Naumburg entfernt
Anfahrt: Parken davor

Auf einem Bergrücken, etwas höher als Burg Saaleck liegt die Ruine der Rudelsburg. Vom Parkplatz aus ist der erste Anblick sensationell, die mäch- tige Brücke über dem Burggraben, unfassbar tolle Fassade des Palas (wer von diesem Anblick gute Bilder machen will, sollte vormittags kommen, am Nachmittag hat man hier leider Gegenlicht).
Im anschliessenden Burghof befindet sich das Restaurant, die Terrasse unter einer grossen Kastanie. Durch die Gasträume, vorbei an einer kleinen Ausstellung über die Studentische Nutzung der Burg, gelangt man auf den Bergfried, Blick weit über das Saaletal, Burg Saaleck und das Rittergut justifyfiller





Kreipitzsch - von dort hat man später einen tollen Aus- blick auf beide Burgen vor der Flusskulisse.
Der Turm und der Hof sind nur zu Öffnungszeiten des Restaurant zugänglich. Leider kann man keine weiteren Innenräume der Rudelsburg sehen (ausser man heiratet gleich noch hier).
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Vor dem Burgtor geht es in den Zwinger, an teilweise erhaltenen Rondell- türmen vorbei kann man einmal ganz um die Kernburg laufen, Blick hoch zu den schönen romanischen Fenstern. Von einer Aussichtsplattform un- terhalb sieht die Kalksteinburg im späten Licht aus wie eine Kreuzfahrerburg am Mittelmeer. Oberhalb der Rudelsburg befindet sich ein Studenten- denkmal und der obligatorische Bismarckturm.

Fazit: Die Rudelburg ist toll. Grossartige Ruine in spektakulärer Landschaft; die ganze Gegend hier sieht irgendwie neolithisch aus. Und der Thüringer Sauerbraten ist sehr lecker. Empfehlenswert!

Geschichte: Der Bergsporn, auf dem heute die Burg steht, ist bereits in der Frühbronzezeit vor ca. 4000 Jahren besiedelt, im 10. Jhrd befindet sich hier ein Burgwall. Um 1150 bauen die Bischöfe von Naumburg die Burg justifyfiller





als Schutz der Via Regia und geben sie zunächst den Herren von Schönburg; im 13. Jhrd den Markgrafen von Meißen zum Lehen.
1348 zerstören Naumburger Bürger, verärgert über ständige Raubüberfälle auf Kaufleute der Handelsstrasse die Vorburg. 1450 wird die Rudeslburg im sächsischen justifyfiller
Bruderkrieg schwer beschädigt, 1581 wird sie an Hans Georg von Oster- hausen verkauft, der sich nicht um ihre Instandsetzung kümmert.
Im 30Jährigen Krieg wird sie von den Schweden ausgebrannt und bleibt nun Ruine. Verschiedene Besitzer folgen; 1797 erwirbt die Familie von Schönberg die Rudelsburg, kurze Zeit später wird sie als romantisches Ausflugsziel immer beliebter. 1848 wird hier der Dachverband deutscher Studentenverbindungen gegründet, die Burg wird nun bis 1934 studen- tisch genutzt. In der DDR Zeit verfällt die Ruine weiter und wird nach der Wiedervereinigung umfassend restauriert.

Link: http://www.rudelsburg.com/

Ausflüge in die Nähe: Burg Saaleck (2km), Kloster Schulpforta (7km), Aegidien & Johanneskapelle Naumburg (11km), Stadtbefestigung Naumburg (13km), Naumburger Dom (13km), Schloss Neuenburg (20km), Sonnenobservatorium Goseck (23km), Kloster Memleben (40km), Burg Wendelstein (43km)