Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: im Ort
Café/Restaurant: im Ort
Info: Kirchenführer 1 €
Souvenirs: keine
Lage: Die "Alte Kirche" liegt in St Aldegund an der Mosel ca. 60 km von Trier entfernt
Anfahrt: parken am Ufer, 400 m/ 4 min Fussweg

Vom Hunsrück windet man sich durch steilen Wald und Weinberge in engen Serpentinen an die Mosel hinab; das ist schon gleich ein gelungener Auftakt für diesen Ausflug. Über die Brücke auf die andere Seite, kurz nach rechts und man ist im Ort St Aldegund, direkt am Moselufer gelegen.
Zunächst sieht man nur die neugotische neue Kirche, aber versteckt über den Häusern lugt auf dem zweiten Blick sichtbar der romanische Turm der Alten Kirche hervor. Den Schlüssel gibts im Weinhaus Braun rechts neben dem Aufgang zur Kirche. Am Rande der Weinberge entlang und über einen kleinen Bach kommt man zu dem Plateau, auf dem die Alte Kirche steht.
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Ein kurzer Kampf mit dem gut 30 cm grossen Schlüssel und man betritt den Kirchenraum: gelb und warm, im Chor und an den Wänden sind schemenhafte Gestalten zu erkennen, die Kirchenbänke haben schöne Eichen- schnitzereien.
Unter einem Fenster sitzt ein Dornenkronen-Jesus blut- justifyfiller
überströmt auf Totenköpfen und einer Kröte. Von der reizend ländlichen Barockempore sieht man durch die Fenster auf wilden Obstgarten.
Die Alte Kirche steht auf einem kleinen Friedhof, verstreut auf dem Rasen schöne schwarze Basaltkreuze, über die Dächer des Ortes sieht man ab und zu die Mosel blitzen. Eine steile Mauer umgibt die Kirche, direkt dahinter fangen die Weinberge an. Unter Apfelbäumen hindurch kriecht man auf heissem Schieferboden den Hang hinauf, für ein Bild ohne Gegenlicht.

Fazit: Eine wunderschöne kleine Kirche, in grossartiger Lage und bezau- berndem Ort. Empfehlenswert! Dieser Moselabschnitt hier ist ganz besonders sehenswert; auch gespickt von zahlreichen Römerresten.

Geschichte: Flurnamen belegen, dass sich an der Stelle der Alten Kirche in justifyfiller





keltischer Zeit eine Kultstätte befindet. Um 980 lässt Pfalzgraf Hermann eine der Heiligen Aldegunde geweihte Kapelle errichten, von der der Ort seinen Namen erhält.
Am Ende des 12. Jhrds lässt das Kloster Stuben die heutige romanische Kirche erbauen, 200 Jahre später entstehen die 1965 wieder freigelegten Fresken im Chor.
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In den folgenden Jahrhundert wird die Kirche Wallfahrtsort der Bauern zum Viehheiligen St. Bartholomäus, des Kirchenpatrons. Im 18. Jhrd barock er- gänzt ist sie Ende des 19. Jhrds als verfallen beschrieben. Da 1872 die neugotische Pfarrkirche im Ort erbaut wird, soll St. Bartholomäus ab- gerissen werden. Die Gemeinde weigert sich, da ihr hierzu das Geld fehlt, das Inventar wird verkauft. Im 1. + 2. Weltkrieg wird die Kirche als Stall und Gefangenenlager genutzt. Ab 1948 restaurieren Ortsvereine die Kirche in Eigenleistung, unterstützt von dem Sammlerehepaar Ludwig, das sich auch für den teilweisen Rückerwerb des Inventars einsetzt. 1971 sind die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen, die alte Kirche wird neu konsekriert.

Link: http://www.st-aldegund.de/gastinfo/lokal/sehenlok.html

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