Eintritt: 2,10 €
Führung: keine
Hotel: in der Stadt
Café/Restaurant: in der Stadt
Info: ab 2,60 €
Souvenirs: vorhanden
Lage: Die Kaiserthermen liegen im Stadtgebiet von Trier
Anfahrt: Parkplatz in der Stadt, Fusswege 5 bis 10 Minuten

Die Kaiserthermen in Trier sind eine von drei grossen Thermenanlagen in der Stadt, die man besichtigen kann.
Leider hatte der Tag bei meinem Besuch nur 24 Stunden, und da etliche davon für die sensationelle Konstantin-Ausstellung drauf gingen, gibt es vieles, was ich nicht mehr geschafft habe.
Dass in den Anlagen nie jemand gebadet hat, sieht man den Ruinen nicht an. Das Labyrinth der unterirdischen Versorgungs- und Entwässerungs- gänge mit ihren schmalen, hohen Durchgängen, dunklen Ecken und über- raschenden Ausblicken auf überirdische Ruinenreste ist grossartig. Das rot- weisse Muster aus Ziegeln und hellen Steinen bei den erhaltenen Mauern justifyfiller





des Ostsaals wirkt so elegant und filigran, dass man sich gar nicht daran sattsehen kann.
Mein Besuch war während des Römerfestes "Brot und Spiele", so gab es Gelegenheit, mit einem Kaffee dort zu sitzen und den Anblick zu geniessen.

justifyfiller
Fazit: Wenn man in Trier ist, sollte man die Kaiserthermen auf keinen Fall versäumen. Auch wenn man (in diesem Fall: zum Glück!) sich hier nicht stundenlang aufhalten kann, ist es ein stimmungsvolles Erlebnis. Und mit all den Dingen, die Trier noch zu bieten hat, ist es ein empfehlenswerter Ausflug!

Geschichte: Ende des 3. Jahrhundert beginnen die Bautätigkeiten an den Thermen, zunächst unter Constantius Chlorus, später unter seinem Sohn, Konstantin (der Grosse).
In ihrem Ausmass zählt sie zu den drei grössten Badeanlagen des gesamten Römischen Reiches. Sie wird jedoch nie fertiggestellt, der Badebetrieb nicht aufgenommen, wohl weil Konstantin plant, seinen Amtssitz 324 nach Kon- stantinopel zu verlegen. Im Jahr 360 lässt Kaiser Vanetian die unfertige justifyfiller





Badeanlage in eine Kaserne umbauen. Die unterirdischen Gänge werden zugeschüttet, Baderäume erhalten eine neue Nutzung.
Zu Beginn des 5. Jhrd. verfällt die Anlage und steht leer, bis Trierer Stadtbevölkerung hier einzieht.
Später entsteht eine Kirche in der Anlage, im Frühmittel- justifyfiller
alter wird das ehemalige Caldarium zu einer Burg des lokalen Adels umge- baut. Im 12. Jhrd. werden die Ruinen der Therme in die Stadtbefestigung integriert, 100 Jahre später entsteht ein Kloster auf dem Gelände.
1802 wird es abgerissen, zuvor ist ein barocker Neubau auf den Resten der Kaisertherme entstanden, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts als preus- sische Kaserne genutzt und im 2. Weltkrieg zerstört wird.
Ende des 20. Jahrhunderts wird die Anlage, die im Besitz der Verwaltung der Staatlichen Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland Pfalz ist, grundlegend saniert und teilweise rekonstruiert.

Link: www.welterbe-trier.de (Kaiserthermen)

Ausflüge in die Nähe: Porta Nigra (1km), Stadt Trier (1km), Burg Baldenau (50km)