Eintritt: 2,60 €
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: am Parkplatz
Info: ab 2,50 €
Souvenirs: an der Kasse
Lage: Trifels liegt bei Annweiler, ca. 10 km von Landau entfernt
Anfahrt: kostenpfl. Parkplatz unterhalb der Burg im Wald, Fussweg ca. 10 Minuten

Die schöne Waldstrasse zur Burg Trifels zieht sich kilometerlang sanft den Berg hoch. (Was allerdings uncool ist mit blinkender Tankanzeige...). Auf dem Fussweg zur Burg sieht man zuerst den mächtigen Burgfelsen, auf dem Kletterer, klein wie Insekten, krabbeln. Die Burg betritt man durch das absurde, riesige Tor; und merkwürdig geht es weiter.
Mittelalterliche Bebauung ist nur teilweise erhalten, die "modernen" Gebäu- de stellen auf beklemmende Weise die Frage nach ihrem Zweck. Der schmale, vordere Burghof bietet einen sensationellen Blick über den Pfälzer Wald zu den Ruinen Anebos und Scharfeneck, hier hat man dann auch ein justifyfiller





"Burggefühl"; und staunt über die Weise, wie diese einst mächtige Anlage auf den schmalen Felsen gequetscht ist.
Der moderne Kaisersaal im Palas ist beeindruckend, aber man ist erleichtert, beim Blick in die kleine Kapelle die Stauferzeit zu sehen.
Die Reichskleinodien sind natürlich toll. Es gibt gruselige Eindrücke hier, justifyfiller
und grossartige. Richard Löwenherz trifft man nicht.

Fazit: Vielleicht ein ambivalentes Erlebnis, aber ein Erlebnis trotzdem. Burg Trifels ist wirklich sehenswert, und, da Nachdenken ja nicht schadet, emp- fehlenswert.

Geschichte: Keltische, römische, salische Wehranlagen waren die Vorläufer der Burg Trifels, die 1081 an den Mainzer Erzbischof gelangt. Ab 1113 ist sie Reichsburg im Besitz Heinrich V., unter den Staufern werden auf dem Trifels die Reichskleinodien aufbewahrt, er wird zum Mittelpunkt der stau- fischen Reichsburgen.
1192 ist Richard Löwenherz hier Gefangener, bis er nach Zahlung eines enormen Lösegeldes 1193 freikommt. Mit dem Ende der Staufer verblasst die Bedeutung des Trifels, er wird 1330 an die Pfalzgrafen verpfändet, ab Herzogtum Pfalz- justifyfiller





1410 gehört er zum Zweibrücken. Die Burg wird zwar nochmals ausgebaut und verstärkt und auch nach dem Bauernkrieg wieder instandgesetzt, doch nur noch als Archiv genutzt.
1602 wird Burg Trifels nach Blitzschlag und Pestepidemie aufgegeben und dient nun als Steinbruch. Der bayrische justifyfiller
Staat und der dafür gegründete Trifels-Verein beginnen ab 1866 mit Erhaltungsmassnahmen.
Die Nationalsozialisten bauen ab 1937 den Trifels als "nationale Weihestät- te" wieder auf, ohne sich an dem historischen Bauzustand zu orientieren.
Nach dem Krieg wird die Burg 1946 - teils nach den Plänen der Nazis - fer- tiggestellt. Der Kurzführer zum Trifels schliesst mit den Worten: "Wie sollen wir mit diesem Ausbau umgehen? Heute erscheint er selbst durchaus denk- malwürdig im Sinne einer Dokumentation (...)."

Link: www.annweiler.de/

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