Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Die Burg liegt in Wendelstein ca 65 km von Halle an der Saale entfernt
Anfahrt: Parken davor

Ähnlich eindrucksvoll wie Schloss Neuenburg sitzt Wendelstein auf einem Felsen über der Unstrut, die einzige Dorfstrasse führt an alten und neuen Ruinen vorbei direkt vor die Burg, gegenüber ein verfallenes Domänenge- bäude, dazwischen überwachsene Festungsmauern. Zwei Frauen im Garten heben erstaunt den Kopf als unser Auto vorbeifährt.
Eine Brücke führt über den ehemaligen Burggraben in den Hof, um den sich ruinöse und bewohnte Schlossgebäude gruppieren, mit Efeu über- wachsen und mit Notdächern bedeckt; in der Mitte eine schöne Kastanie.
Eine zugewachsene Treppe führt durch eine Flucht wunderbarer Portale in justifyfiller





das Torhaus, hier türmen sich teilweise recht waghalsig Steine und Mauerreste der verschiedenen Epochen und Materialien aufeinander, ich kann mich an diesem Sam- melsurium gar nicht sattsehen!
Nebenan steht die Ruine des Kornhauses, leider abge- sperrt. Ein Bewohner kommt um die Ecke, ich frage ihn, justifyfiller
wo die (im Internet erwähnte) Kapelle sei. "Da, hinter dem Haus", sagt er "aber die ist doch kaputt." Aus kulturellem Interesse wohnt man vielleicht nicht hier, aber dafür gibt es auch nicht den westlichen Zwang, alles schick und neu zu machen; oder gleich weg. Die Ruinen stören nicht, und dann stört man sie auch nicht. (Hoffentlich klingt das nicht kolonialistisch).
Zur kaputten Kapelle geht es auf jeden Fall am Graben entlang zur Unterburg, zwischen einem geborstenem Turm, bei dessen Anblick man an der Allgemeingültigkeit der Schwerkraft zweifelt und den Resten der Kase- matten (Taschenlampe sinnvoll). Hinter dem Küchenbau mit Backhaus und riesigem Kamin ist der Eingang zur Kapellenruine: im knietiefen Gras stehen noch ein paar bezaubernde Säulchen, zwei kleine Gewölbe mit Rosenab- schlusssteinen und die Mauerreste der früheren Pfarrwohnung.
Gegenüber führt ein Treppenturm auf den Überrest des Bergfrieds, von justifyfiller





dessen überwachsener Plattform man einen tollen Blick auf die Schleuse, die Kaliabraumhalde und in das einge- fallene Dach der ehemaligen Zuckerfabrik hat.

Fazit: Auf alten Bildern kann man sehen, dass grosser Verfall erst in den letzten 50 Jahren stattgefunden hat.
justifyfiller
Vor allem die Schlossgebäude sahen noch fast intakt aus; kein Vergleich zu heute. Aber dafür sind es vielleicht grade diese Ruinen, die zu der grossar- tigen Atmosphäre beitragen. Ich bin jedenfalls restlos begeistert: Burg Wendelstein ist absolut empfehlenswert! Auch der Ort und die Umge- bung sind toll und ebenso die