Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keine
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: die Wildenbug liegt bei Kirchzell OT Buch, ca. 53 km von Aschaf- fenburg entfernt
Anfahrt: unterhalb im Wald, 1,13 km / 13,5 min. bergauf

Der Parkplatz ist kein richtiger Parkplatz, aber ab hier geht es nicht weiter, also parkt man. Der Weg zur Burg führt durch Tannenwald, die Nadeln machen den Schritt weich, die Sonne macht die Nadeln duftend. Von der Burg sieht man zuerst die Aussenwand des Palas, schöne Fenster und Erker. Wenn von der Wildenburg dann nichts mehr übrig wäre, als das Burgtor, hätte sich der Ausflug schon gelohnt! Hier sind noch zahlreiche romanische Kapitelle erhalten, und wenn man bedenkt, wie viel Bau- schmuck der Burg sich in der Abtei Amorbach befindet, und wie viel noch in Aschaffenburg im Museum sein soll, dann muss diese Burg wahrlich justifyfiller





prächtig geschmückt gewesen sein! Dann steht man im ersten Hof, stimmungsvolle Steinhaufen, fast verfallene Mauern, ein ergreifend angeknabberter Turmrest. Leider kann man auf den Bergfried nicht hoch, der Blick von dort in die Ruine ist bestimmt phantastisch... Vom näch- sten Hof geht es in den Keller und von dort in ein Stück justifyfiller
des Wehrgangs innerhalb der Mauer. Stockdunkel und unheimlich (ich hatte mal wieder die Taschenlampe im Auto vergessen und nur das grüne Licht der Kamera). In der Palasruine ist ein riesiger Kamin erhalten, filigrane Fensterreste, Säulenstumpf auf dem Boden. Was für ein toller Raum das mal war - und eigentlich immer noch ist! Ganz rum um die Burg kann man leider nicht gehen, vom Wald oberhalb der Burg aus sieht man im Sommer auch nicht so viel.

Fazit: Wenn diese Ruine am Rhein läge, würden sich die Besucher tot- trampeln. So aber weiss kaum einer, welch tolle Burg er hier - fast gänzlich unerkannt im Odenwald - verpasst; kein Wunder dass hier angeblich der Parcifal entstanden sein soll! Absolut empfehlenswert!

Geschichte: Die Edelherren von Dürn, ein staufisches Ministerialen- justifyfiller





geschlecht, Vögte des nahegelegenen Kloster Amorbach, erbauen die Wildenburg um 1200, verlieren kurz darauf bereits ihren Einfluss und so wird die Wildenburg 1271 an das Erzbistum Mainz verkauft. Zu Beginn des 14. Jhrds besitzt Konrad Rüdt von Collenberg das Amt auf der Wildenburg. 1356 beschädigt ein Erdbeben die Burg, justifyfiller
sie wird jedoch wieder aufgebaut. Im Bauernkrieg wird sie am 4. Mai 1525 von den Bauern Götz von Berlichingens niedergebrannt, sie bleibt nun Ruine und wird als Steinbruch genutzt. 1803 gelangt sie an das Fürsten- haus Leiningen, dann an das Grossherzogstum Hessen-Darmstadt und seit 1816 an Bayern. In den 1970er Jahren wird die Ruine aufwendig gesichert. Der Legende nach hat Wolfram von Eschenbach zu Beginn des 13. Jhrds. hier Teile des "Parcivals" geschrieben; die Wildenburg soll die Gralsburg aus der Legende sein. Diese völlig unbewiesene Theorie entsteht im 19. Jhrd. und hält sich - in der Nazizeit unrühmlich befeuert - bis Heute.

Link: http://www.amorbach-odw.de/html/die_wildenburg.html

Ausflüge in die Nähe: Kapelle Amorsbrunn (5km), Gotthardruine (5km), Kloster Engelberg (16km), Mildenburg (17km), Eulbacher Park (19km), Burg Freudenberg (25km), Collenburg (27km), Einhardsbasilika (29km), Schloss Fürstenau (29km), Burg Wildenstein (32km), Burg Freienstein (37km), Henneburg (37km), Burg Breuberg (40km), Schloss Zwingenberg (40km), Veste Otzberg (41km), Burg Hirschhorn (42km), Schloss Mespelbrunn (42km), Kloster Bronnbach (43km), Schloss Reichenberg (43km), Hinterburg (44km), Neckarsteinach Mittelburg (44km), Burg Schadeck (44km), Gamburg (45km), Festung Dilsberg (45km), Burg Rodenstein (45km), Burg Hornberg (46km), Burg Wertheim (46km), Pompejanum (48km), Stifbasilika Aschaffenburg (48km), Burg Guttenberg (50km)