Eintritt: keiner
Führung: keine
Hotel: keines
Café/Restaurant: keines
Info: keine
Souvenirs: keine
Lage: Burg Wildenstein liegt in Wildenstein im Spessart, ca. 36 km von Aschaffenburg entfernt
Anfahrt: Parken im Ort, 300 m/4 min Fussweg

Der winzige Ort Wildenstein liegt im Westen des Spessarts, recht nahe am Main, abgelegen im Wald. Tatsächlich so abgelegen, dass er einem Kopf- bahnhof gleicht: Es gibt nur eine Strasse, die führt rein, und auf dem sel- ben Weg muss man auch wieder raus. (man sollte den Ort unter die Erde verlegen und eine Durchgangsstrasse durch den Spessart sprengen... sowas ist andernorts ja auch eine tolle Idee.) Im Internet kommt die Burg recht unscheinbar daher, ein Türmchen und ein Mäuerchen im Wald, eher für Puristen als für Touristen. Umso überraschter war ich, als ich dann da- vor stand: Teilweise noch gewaltige Mauern, Überreste des Palas, eine ziem- justifyfiller





lich beeindruckende Toranlage. Vom Verein in Zusam- menarbeit mit dem Archäologischen Spessartprojekt sind überall Tafeln angebracht, die Funktion und Zustand der Gebäudeteile erläutern. Leider ist der Turm zugeschlos- sen. Mächtige Wälle umgeben die Burg, der Wald stürzt auf einer Seite steil in die Tiefe. Überhaupt: der Wald. Der justifyfiller
ist hier ganz besonders schön, grünlich verschwimmt er in der Ferne, die Mauern von Wurzeln umkrallt. Am tollsten sind die Buchen, die ganz unge- wöhnlich silbrig glänzen ohne eine Spur von Moos an den Stämmen!

Fazit: Eine ganz wunderbare Ruine, die es absolut verdient hätte, mehr zur Geltung zu kommen. Empfehlenswert!

Geschichte: Anfang des 13. Jhrds dehnen die Grafen von Rieneck ihr Territorium nach Westen aus und treffen dabei auf den Widerstand der Erzbischöfe von Mainz. 1230 erbauen die Rienecker Grafen die Burg Wil- denstein sowie zahlreiche weitere Burgen im Spessart. Das Erzbistum Mainz sieht nun seine eigenen Territorien in der Gegend gefährdet, 1260 wird Burg Wildenstein erobert und die Rienecker Grafen verpflichten sich, westlich des Spessarts sowie auf Mainzerischem Gebiet keine Burgen zu justifyfiller





errichten. 5 Jahre später beginnen sie mit dem Wieder- aufbau der Burg Wildenstein, Mainz greift erneut ein. Wieder kommt es zur Niederlage der Rienecker, wieder dauert es Jahre bis zur Einigung mit dem Mainzer Erz- bischof Werner von Eppstein. Die Rienecker Grafen müs- sen den Mainzer als ihren Lehensherrn in weiten Teilen justifyfiller
ihres Gebietes anerkennen, die Burg Wildenstein jedoch geben sie dem Pfalzgrafen zum Lehen auf, sie bleibt so eine Enklave im Mainzer Gebiet und dient in der Folge als Verwaltungssitz. 1559 sterben die Grafen von Rieneck aus, die Burg gelangt als kurpfälzer Lehen an die Grafen von Erbach. Nun sitzen Amtsmänner auf Wildenstein. Der letzte stirbt 1689, da ist die Burg bereits Ruine. 1997 gründen Bürger aus Eschau + Sommerau mit Erlaub- nis und Unterstützung der Grafen von Erbach den Verein "Burgfreunde Wildenstein", der sich um den Erhalt der Ruine kümmert.

Link: http://www.burgfreunde-wildenstein.info/index.php?id=21

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